Rattenzahlung – Georgisches Wort der Woche

Schanze, Hamburg Zizino und ich laufen das Schulterblatt entlang Richtung St. Pauli, kurz vor der Flora.

Wir unterhalten uns über die Autogeschäfte unseres Neffen in Tbilisi, Nico.

Letzterer erinnert seines Namens zwar ein wenig an Velvet Underground. Seine Nummer wäre indes eher Rogers Autosong (Queen – „I’m in Love with my Car“).

 

Ulf (brummig, leicht skeptisch)
„Und wie möchte er den Plan nun umsetzen?“

Zizi:
„Mit diesen Ratten!“

Ulf (irritiert wie „Manoel“ in „Fawlty Towers“):
„Que?“

Zizi:
„Mit den Ratten eben.“

Ulf:
„Ich steh immer noch auf dem Schlauch. Was denn für Ratten?“

Zizi:
„Ja, ganz langsam, sagt er.“

Ulf:
„Die langsamen Ratten? Slow Rats oder was? Ich versteh kein Wort.“

Zizi:
„Vai-me,was verstehst du daran nicht? Ist doch wie hier: diese Rattenzahlung.“

Ulf:
„Mein Süßes, Du meinst „Ratenzahlung“ oder? Jetzt hab ich’s erst.“

Zizi:
„Ratenzahlung. Achso. Aber ist doch ohne „h“ nach dem „a“.“

Ulf:
„Aber auch kein doppeltes“t“. Dann kommt nämlich die „Ratte“, ist wie im Leben. Sag, ihr habt keine Buchstabenverdopplung in Sakartvelo?“

Zizi:
„Nein, wir haben mehr Buchstaben als ihr, 33. Aber sie klingen per Betonung modelliert. Nicht per Dopplung.“

Ulf:
„Tja, wie sagt oft der große Philosoph Heinrich Schmitz: „Ein jeder Jeck ist anders.“

Zizi:
„Trifft wohl auch auf Sprachen zu. Na dann:
Ratte
ვირთხა
virtkha

Das „kh“ klingt wie das schroffe „ch“ zb in „nach“.

Ulf:
„Alter, „rtch“ ineinander gedreht. Das fasse ich nicht.“

Zizi (grinsend):
So sind wir drauf. Und natürlich für alle die
Ratenzahlung
განვადებით გადახდა
ganvadebit gadakhda

je auf der ersten Silbe betonen.“

In diesem Sinne:

From Hamburg
with Love
UK

 

 

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