Interview mit der Flüchtlingshelferin Rebecca Sommer – Teil II

Rebecca Sommer ist eine internationale, seit 2012 in Berlin sesshafte deutsche Menschenrechtlerin, Künstlerin, Journalistin, Fotografin, und vielfach preisgekrönte Filmemacherin. Bis zu ihrer Rückkehr nach Deutschland 2012 engagierte sie sich mit ihrem speziellen beratenden Status bei den Vereinten Nationen (ECOSOC) im UN-Hauptquartier als auch in Genf für Menschenrechte, mit speziellem Fokus auf Indigene Völker und Völkerrecht. Sie arbeitete über eine Dekade lang mit dem UNHCHR und UNPFII, aber auch mit Flüchtlingen und dem UNHCR zusammen. Über eine Dekade lang nahm sie an den UN-Verhandlungen zur Deklaration der Rechte Indigener Völker teil, die auch durch ihre Unterstützung 2007 von fast allen Staaten adoptiert wurde.
Sie besuchte zahlreiche Indigene Völker auf der ganzen Welt und brachte Menschenrechtsdokumentationen bei den UN vor, organisierte Kampagnen und klärte über die Menschenrechtsverletzungen gegen Indigene Völker in UN-Berichten, in Bild, Schrift und Film auf. Als gefragte Völkerrechtsexpertin produzierte sie im Auftrag der Vereinten Nationen den Film „Indigene Völker und die UN“. Weiterhin nahm sie bis 2014 an den UN-Klimaverhandlungen (UNFCCC) teil und ist Mitglied bei „Climate Justice Now“. Sie arbeitete als Redakteurin in großen britischen Zeitschriften wie Scene, The Face und Spirit und in amerikanischen Zeitschriften wie Black Book und Madison. Sie lebte und arbeitete in Indien, Groß-Britannien, Brasilien, Südafrika und in den USA. Seit dem Jahr 2012 engagiert sie sich für die Menschenrechte von Flüchtlingen in Europa und gründete und leitet die „Arbeitsgruppe Flucht + Menschenrechte“ (AG F + M), ein Netzwerk, welches Flüchtlinge in Berlin unterstützt.

Viele Jahre Arbeit als Flüchtlingshelferin, vor allem während der Flüchtlingskrise des Jahres 2015 haben sie desillusioniert. Dieses Interview, das zuerst auf dem polnischen Portal euroislam.pl erschienen ist, entstand nicht zuletzt aufgrund vieler negativer Erfahrungen bei ihrer Arbeit mit Flüchtlingen.
Das Portal Euroislam.pl existiert seit 9 Jahren und ist die älteste polnische Internet Plattform, die sich mit Integration und Islamismus beschäftigt und gleichzeitigt die Ansichten islamischer Reformatoren präsentiert. Die Gründer sind durchwegs bekannte polnische Journalisten und Experten für das genannte Themenspektrum und schreiben auch immer wieder für andere Medien. Einer der Gründer der Seite, Grzegorz Lindenberg, ist zugleich Mitgründer der zweitgrößten polnischen Tageszeitung Wyborcza, die 1989 als unmittelbares Ergebnisse der Gespräche am Runden Tisch unter Beteiligung der Gewerkschaft Solidarność gegründet wurde.

Das Interwiev mit Rebecca Sommer führte Natalia von der Osten-Sacken

Teil II

N.O-S: Wie würdest Du die Einstellung der Immigranten zu Frauen bezeichnen?

R.S: Vor allem wenn man muslimische Flüchtlinge fragt, wie ihre Einstellung zu den grundsätzlichen Menschenrechten wie persönliche Freiheit, Selbstbestimmung, Gleichheit zwischen Mann und Frau ist, dann geben geschätzte 75% in meinem Umfeld an, dass sie damit nicht einverstanden sind. Deshalb bin ich sehr beunruhigt, wenn ich immer mehr junge Mädchen und Frauen sehe, offen und vertrauensvoll, die mit ihnen Beziehungen eingehen. Sie verstehen deren Kultur nicht und haben keine Ahnung, was die Flüchtlinge unter sich über sie sagen. Sie wissen nicht, dass viele schon Frauen in ihrem Herkunftsland haben, die zu ihnen in Rahmen der Familienzusammenführung kommen werden. Oder dass die Cousine für die bestellte und innerhalb der Familie schon abgesprochene Heirat nur noch auf eine Einreisemöglichkeit wartet. Die Wahrheit ist auch, dass am Anfang die meisten jüngeren muslimischen Flüchtlinge ihre Religiosität nicht zeigen, bzw. sie verraten – sie trinken und essen deutsche Gerichte und nutzen alle Aspekte und den Spaß, die ihnen so eine Beziehung bietet.

Und diese Frauen denken sich, dass ihr Partner eine Ausnahme ist und alle herumkursierenden Geschichten nicht der Wahrheit entsprechen. Selbst, wenn es unter ihnen Leute mit gemäßigten Ansichten gibt, die sich integrieren und deutsche oder andere Frauen heiraten, so fürchte ich fängt ihre Intoleranz dann bei ihren Töchtern an.

Letztendlich will fast jeder muslimische Neuhinzugezogene eine ihm untergeordnete muslimische Frau, am besten mit Kopftuch selbstverständlich, die keine kurzen Klamotten anzieht, ihn bedient, ihm Kinder gebärt, sich ihm nicht verweigert, keine männlichen Freunde hat, sich von ihm befehlen lässt, nicht ohne sein Wissen das Haus verlässt, ihm in allem gehorcht. Es geht bei diesen Heiraten auch nicht um Liebe. Die Liebe gehört zur Mutter und der Familie. Die Frau ist ein untergeordnetes Objekt mit gewissen Aufgaben.

Westliche Frauen sind allemal Hängematte und Sprungbrett und werden zum Schluss auch noch mit Füßen getreten. Sie sind allein schon deshalb kein richtiges „Material“, weil sie „Schlampen“ sind. „Schlampen“, weil sie mit ihm geschlafen haben. Will sich aber eine westliche Frau von ihm trennen, kann es ihr passieren, dass sie dafür ermordet wird. So wie in Kandel gerade. Oder er nichts unversucht lässt, um ihrem Ruf zu schaden. Und auch hier sage ich immer wieder, Ausnahmen bestätigen die Regel. Die kenne ich auch. Noch. Wir werden es sehen, wenn Schluss ist.

N.O-S.: Wie ist die Geschlechterzusammensetzung und das Niveau der Ausbildung bei der
neuen Immigration? Wir haben gehört, dass es vor dem Krieg fliehende Frauen und Kinder
und hochgebildete Spezialisten sind.

R.S: Die überwältigende Mehrheit der so genannten Flüchtlinge und Immigranten, auch jener vor 2015, sind Männer. Jedoch in den letzten Jahren hatten wir viele Fälle der Familienzusammenführung, und aus diesem Grund bilden die Lobbies der Flüchtlinge Mythen, dass nur Familien, Frauen und Kinder vor den Bomben nach Deutschland geflohen seien. Es kamen bis 2015 während meiner Tätigkeit fast ausschließlich junge Männer, ich half vielen, und in wenigen Fällen auch immer noch, ihre Verwandten nach Deutschland zu holen und weiß, dass solche Prozeduren intensiv die ganze Zeit betrieben werden. Viele nach Deutschland geholte Frauen sind inzwischen schon wieder schwanger oder bekamen ihr nächstes Kind in Deutschland.

Was das Bildungsniveau der syrischen Flüchtlinge angeht, die den Hauptanteil der muslimischen Flüchtlinge bilden, die zu uns seit dem Jahr 2012 gekommen sind, dann muss ich leider feststellen, dass die Mehrheit von ihnen gar keine adäquate Ausbildung hat. Ich weiß, dass die Presse am Anfang schrieb, dass von dort hoch ausgebildete Leute und Spezialisten in unterschiedlichen Fächern kämen, aber das ist einfach nicht wahr. Ich habe selbst solche Behauptungen verkündet, glaubte ich doch auch, was die Flüchtlinge mir erzählten. Die Wahrheit ist, dass solche Informationen von allen wiederholt wurden, aber nur wenige Journalisten haben Flüchtlinge überhaupt je zu Gesicht bekommen. Das zusätzliche Problem ist, dass, wenn diese Leute wirklich irgendeine Ausbildung haben, dann ist sie oft nicht kompatibel mit unserem System, und sie müssen fast von vorne anfangen. Die allermeisten müssen wie alle jungen Menschen noch etwas lernen, eine Ausbildung machen, die Schule zu Ende führen, einige studieren schon. All das kostet Milliarden.

In vielen Fällen sehe ich, dass die Mehrheit der Syrer nicht im Stande sein wird, noch es zurzeit ist, eine Familie zu unterhalten. Menschen aus Somalia, Nigeria – auch sehr schwierig, wenn wir über Bildung reden. Noch hinzu kommt, viele sind extrem aggressiv, religiös fundamentalistisch. Die Flüchtlinge aus Eritrea: die meisten sind friedliche Christen, es gibt aber auch Muslime unter ihnen. Kulturell sind die Menschen aus Eritrea aber ganz anders als die Menschen aus dem Nahen Osten. Sie haben fast immer meiner Erfahrung nach eine unzulängliche Schulbildung und lernen extrem langsam Deutsch. Ich kenne Fälle, wo nach 3 Jahren immer noch kein Deutsch gesprochen wird, trotz wiederholter Deutschkurse, für die wir alle zahlen müssen. Afghanistan, Pakistan: das Gleiche. Ich begleite einige Flüchtlinge, die erst noch das ABC lernen müssen. Die meisten leben von Staatshilfe, und wenn ich so beobachte, wie sich die Leute seit 2012 entwickelt haben, fürchte ich, dann wird das auch so bleiben. Selbst wenn du als Arzt oder Zahnarzt aus dem Nahen Osten kommst, sind die Studien dort von den Unsrigen so verschieden, dass es lange dauern kann, bis sie hier praktizieren können. Natürlich gibt es auch viele positive Ausnahmen.

Ein syrischer Freund hat seine Ausbildung absolviert und arbeitet jetzt bei der Rentenversicherung. Ein Apotheker fand eine Anstellung. Ein anderer hat ein Restaurant aufgemacht. Ein gebildeter muslimischer Eritreer war in seiner Heimat Architekt und hat über Umwege eine Anstellung in einem Architekturbüro gefunden. Auch gibt es viele Flüchtlinge, die sich nicht auf eine Weiter- oder Ausbildung konzentrieren, sondern gleich nach vollendeten Pflichtdeutschkursen eine Arbeit suchen, um Geld zu verdienen. Als Wachschutz in einem Flüchtlingsheim oder als Hilfskraft bei Lidl. Andere machen ihren Führerschein und arbeiten als Fahrer, ohne eine langjährige Ausbildung oder ein Studium zu machen. Eine syrische Freundin, eine IT-Spezialistin, hat sehr schnell eine Arbeit gefunden und verdient jetzt monatlich 3000 Euro. Aber es ist vielleicht interessant, hier anzumerken, dass sie Atheistin ist und sich von strenggläubigen Landsleuten abgrenzt. Wie sie sagt, hatte sie ihr ganzes Leben als modern denkende Frau unter dem Joch des Islam in Syrien gelitten, und ihren Worten nach sind „religiös-muslimische Leute alle gleich“.

N.O-S: Wie ich gehört habe, stellt Zufluss von neuen Immigranten aus dem muslimischen
Ländern eine Bedrohung für die hier lebenden, liberalen Muslime dar?

R.S: Wir haben in Deutschland besonders viele Frauen mit arabischem, kurdischem oder türkischem Migrationshintergrund, die aus muslimischen Familien kommen, die hier seit vielen Jahren leben und sich ihr Recht zur Selbstbestimmung innerhalb ihrer muslimischen Familienstruktur erkämpft haben. Ich habe Freundinnen und Bekannte, die mussten Ehrenmorden entgehen, und leben mit einer neuen Identität auf der Flucht bis heute vor der Familie, die sie ermorden würde. Mitten unter uns hier in Deutschland, stell Dir das vor! Sie sind gebildet, sind Ärztinnen, Künstlerinnen, Lehrerinnen, Sozialarbeiterinnen, Professorinnen, und sie bedecken ihre Haare nicht. Sie leben mit ihren Freunden zusammen ohne zu heiraten. Sie nehmen sich ihre Freiheit, so wie es bei uns normal ist. Und die erzählen, dass in Ballungsgegenden, wo viele Muslime leben und jetzt die vielen Flüchtlinge aus arabischen Ländern hinzukommen, sie wieder weniger Freiheiten haben. Wenn solche fundamentalen Muslime sie als eine Frau aus ihrem Kulturkreis erkennen, sprechen sie sie ständig an, kritisieren ihre zu westlichen Kleider und beschimpfen und bedrohen sie sogar.

Auch Flüchtlingsfrauen machen das und ermahnen sie, ein Kopftuch zu tragen, sich „sittlich“ zu kleiden. Wir als Land hingegen zahlen viel zu oft genau diesen Leuten für ihre mangelnde Integration hohe Sozialhilfen und sehen uns hilflos an, wie sie schon integrierte Menschen bedrohen und angreifen. Wir haben auch einen Rückschritt – viele, die schon lange hier leben, tragen heute ein Kopftuch. Außerdem wächst die Anzahl der Ehrenmorde – wir sollten bedenken, dass in dieser Kultur die Frau Eigentum des Mannes ist. Beunruhigende Dinge erschütterten letztens die Universität in Hamburg. Die Uni musste am Anfang letzten Oktobers einen Verhaltenskodex mit 10 Punkten zur persönlichen und religiösen Freiheit veröffentlichen, weil die muslimischen Studenten auf schreckliche Weise Frauen, die keine Kopftücher trugen, angriffen. Es beeinträchtigte das Funktionieren der ganzen Einrichtung. Inzwischen gehören andere Formen der Aggression wie die Forderung nach schweinefleischfreien Mensen oder Geschlechtern getrennten Gebetsräumen zum Alltag.

Vor allem der politische Islam in Deutschland ist sehr bemüht, wie man sagt, immer tiefer den Fuß in die Tür zu tun. Muslime versuchen ununterbrochen, sich als Opfer darzustellen, beklagen sich, dass sie beleidigt und diskriminiert werden, der Westen an allem Schuld ist, was dazu führt, dass alle ihnen nachgeben. Vor allem unsere Politiker. Das ist ein Fehler, weil falsche Toleranz, geboren aus dem Wunsch, dass niemand sich in Deutschland verfolgt fühlen soll. Aber niemand scheint zu bemerken, dass dadurch unsere Werte und wir es sind, die unsererseits von Muslimen diskriminiert werden. Das macht mich inzwischen echt wütend. Mir tun die Deutschen, und vor allem wir Frauen, inzwischen leid. Wir meinen es gut und ernten den Verlust von allem, wofür schon unsere Großmütter so hart gekämpft haben.© Rebecca SommerN.O-S: Ich habe von Seyran Ates von der liberalen Moschee in Berlin gehört, dass in Deutschland Zwangsehen ein großes Problem darstellen.

R.S: Ich liebe Seyran Ates, eine tolle und mutige Frau. Ja, wir haben durch das rasante Wachstum der muslimischen Gemeinde aus der Türkei, dem Nahen Osten und dem Balkan immer mehr Zwangsehen, sogar von Kinder- und Mädchenhandel. Wir haben solche Fälle bei der Polizei gemeldet, aber Polizei und Behörden tun sich mit solchen Fällen schwer, es kamen sogar Begründungen, dass dies zu ihrer Kultur gehöre. Also, wir haben plötzlich zwei Rechtssysteme, die in einem Land existieren! Und manchmal will so ein Mädchen ihren Mann nicht verlassen, weil sie nichts anderes kennt als ihre Leute und ihre Kultur, in der sie groß geworden ist. Das meinen die Behörden mit Kommentaren wie „das ist bei denen so“, das ist deren Erfahrung.

Doch Fakt ist, die Mädchen werden gekauft und verkauft. Sie leben als Sex- und Arbeitssklavinnen, immer bewacht und ihrer Freiheit beraubt. In Deutschland! In einem mir bekannten Fall wurde ein Mädchen für 8000 Euro verkauft. Eine andere wurde gekidnappt, ein Roma Kind aus Polen.  Und dann haben wir solche für mich schon kriminellen Politiker, die dazu aufrufen, die Ehe von Minderjährigen doch nicht zu annullieren, dies sei doch nicht zum Wohle der schon Verheirateten. Das ist ihre Antwort auf unser wachsendes Problem auch infolge der muslimischen Flüchtlingswelle, wo natürlich auch viele Minderjährige schon in der Heimat zwangsverheiratet wurden und somit als Ehepaar hierherkommen. Ich verlange die Trennung der Eheleute; das Mädchen soll sich erst einmal frei entwickeln, zur Schule gehen, und mit 18 kann sie sich dann entscheiden, ob sie mit ihm zusammenziehen will oder nicht.

Zwingen kann sie hier in Deutschland laut Gesetz keiner. Wir hatten auch den Fall eines Pakistaners, der sich an einem 6-jährigen Mädchen vergangen hat und der aufgrund seines „kulturellreligiösen Hintergrundes“ eine Strafe auf Bewährung bekam. Das nächste Problem ist die Gewalt in den Ehen. Eine typische Anekdote, die ich gerne erzähle: Neuankommende Flüchtlinge mit Frau und Kindern werden gerne von anderen gewarnt, ihre Frau und die Kinder nicht vor Deutschen zu schlagen, das sei hier verboten. Das heißt, untereinander ist es also normal, dass Mann das tut? Ein Mann aus Afghanistan, der von seiner Ehefrau angezeigt worden war, da er sie mehrfach vergewaltigte, wurde nicht zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil „ihm nicht bewusst war, dass es eine Vergewaltigung war“. Weil es im Islam erlaubt ist bzw. die Frau mit ihm schlafen muss, es sei denn, sie hat ihre Periode oder sie ist krank. Sonst darf sie sich ihm nicht verweigern. Und es gibt Anleitungen im Koran, wo das Schlagen der Frau, wenn sie widerspenstig ist, erlaubt ist. Darauf bezog sich der Richter als mildernden Umstand. Das heißt, mit dieser falschen Toleranz höhlen sogar Richter unser Rechtssystem aus. Es wird, so wie es aussieht, immer mehr mit zweierlei Maß gemessen. Die Gerichte sind bei uns eher links orientiert, viele Richter sind pro Migration eingestellt, und es häufen sich die Fälle, in denen Migranten oder Deutsche mit Migrationshintergrund einen „Kultur-Religionsbonus“ erhalten und somit bevorzugt werden. Es sind auch Richterinnen, die diesen Bonus vergeben, das finde ich besonders schlimm: Frauen, die sich gegen Frauen richten! In einem Fall suchte eine Richterin nach Gründen, einen türkischen Vergewaltiger zu entschuldigen.

Er steckte den Kopf einer Frau durch die Gitter des Bettrahmens und vergewaltigte sie brutal über Stunden. Die forensischen Untersuchungen ergaben eindeutige extreme Gewalt, die Frau konnte zwei Wochen kaum gehen, sie war überall markiert mit blauen Flecken. Doch die entscheidende Frage der Richterin für den Ausgang des Strafprozesses war an die Zeugin, das Opfer, gerichtet: „Könnte es sein, dass der Angeklagte dachte, Sie seien einverstanden?“ Das könnte sein, ließ die Zeugin das Gericht wissen. Sie könne nicht beurteilen, ob er mit der Mentalität des türkischen Kulturkreises das Geschehen, das sie als Vergewaltigung erlebte, vielleicht für „wilden Sex“ gehalten hat. Der Typ wurde freigesprochen. Der Staatsanwalt räumte ein, dass der Freispruch ein „schwerer Schlag“ für die Geschädigte sein müsse. Andererseits sei eine Verurteilung nicht möglich, weil kein Vorsatz nachweisbar sei. Vergewaltigungen führen vor deutschen Gerichten in der Regel so gut wie nie zu harten Verurteilungen. Insbesondere, wenn Migranten die Täter sind. In der Öffentlichkeit wird daher schon lange von einem Kultur-Religionsbonus bei Vergewaltigungen und weiteren Kapitaldelikten gesprochen. Langsam hören unsere Gesetze auf zu funktionieren. Das nächste Problem ist die Polygamie. Da haben wir auch Fälle, wo Politiker schon aufrufen, sie doch zu erlauben.

N.O-S: Und was mit der Kriminalität?

R.S: Wir haben tatsächlich ernsthafte Probleme. Ich kann nur von meiner Region, wo ich mich aufhalte, und über Informationen aus den Nachrichten reden. In Hamburg und Schleswig-Holstein  haben wir einen arabischen Familienclan, der die Gegend in Atem hält. In Berlin haben wir einen Familienclan, der sich laut Experten in nur 20 Jahren auf über 1000 Personen vergrößert hat und der hauptsächlich, aber nicht nur, im Drogengeschäft tätig ist. Es hat sich dadurch eine Paralleljustiz entwickelt, wo unser Rechtssystem nicht mehr hinterherkommt. Richter, Anwälte, Polizei, es scheint, sie alle haben Angst vor denen. Die Behörden haben jegliche Kontrolle verloren.

Die Richterin Kirstin Heisig wurde meiner Meinung nach ermordet, weil sie versuchte, hier aufzuräumen. Aktuell handelt es sich um die dritte Generation in den Berliner Clans. Für Berliner sind sie extrem gefährlich. Sie haben eine Kultur des Hasses und der Verachtung – Insidern zufolge begehen sie ihre Taten kaltblütig und ohne Emotionen. Sie sind skrupellos und gehen brutal vor, und wieder einmal ist das durch eine muslimisch-religiöse Ideologie unterstützt, was aber, das muss man fairerweise sagen, von vielen anderen moderateren Muslimen in dieser Form abgelehnt wird.

Die Flüchtlinge werden von den Clans rekrutiert. Schon 2012 sah man diese Schlitten von Autos vor den Flüchtlingsheimen, und man wunderte sich, welche Verwandten das wohl sind, die da den einen oder anderen abholen oder ansprechen. Bald fanden wir Ehrenamtlichen und Sozialarbeiter der Heime heraus, dass es keine Verwandten waren, sondern Libanesen, die die jungen Flüchtlinge für das Erledigen der Drecksarbeit mobilisierten. Die haben überall Geldwäschereigeschäfte, Bäckereien, Pizzerien, Friseurläden, das Lädchen um die Ecke, Spielsalons, Shishabars, wo die Flüchtlinge schwarzarbeiten, und sie werden für Drogenkurierdienste genutzt. Es gab eine Reportage dazu im Fernsehen – die meisten beziehen weiterhin Sozialhilfe, sie verarschen unser System, und wir, wir lassen uns verarschen! Ich sage: Ja, die muslimische Welt lacht über uns! Wenn man sich das Alles anschaut… wir sind ja auch echt bescheuert.

Wir haben auch Balkan-Clanstrukturen. Viele kommen immer wieder als Asylsuchende, sitzen dem Staat auf der Tasche, und viele bleiben einfach. Zu ihren Tätigkeiten gehören Passfälschungen und Mädchen-Sexsklavereihandel, also Zuhälterei. Unter ihnen sind 12-jährige Mädchen, die als Zwangsbräute ge- und verkauft werden. Viele von diesen Familienclans arbeiten auch mit Vergewaltigungen, dann Erpressung, und produzieren Kinderpornos. Ich habe einen 14-jährigen Schützling aus Serbien, die mehrfach von mehreren erwachsenen Männern vergewaltigt und gefilmt wurde. Dieser Film kursiert im Internet! Ich kannte sie schon als 10-jähriges Kind, und es war für mich ein schrecklicher Schlag. Und ich kenne weitere Fälle von solchem sexuellen Missbrauch. Ich verschickte viele Briefe an die Presse. Ohne Ergebnis. Die Polizei tat sich schwer; ich lernte daraus, dass Mädchen ohne eine Stimme von außen oder ohne eine Familie, die zu ihnen steht und die ihnen hilft, kaum eine Chance haben, aus diesen Situation herausgeholt zu werden.

Zusätzlich bilden die Immigranten einen riesigen Anteil an Personen, die in Konflikt mit dem Gesetz geraten. Somalische Flüchtlinge bewerte ich persönlich als besonders gefährlich, wegen ihres religiösen Fundamentalismus, ihrer auch kulturell bedingten Verachtung Frauen gegenüber.

N.O-S: Wie ich gehört habe, ist die Situation in den deutschen Schulen ziemlich dramatisch. Was hast du darüber zu sagen?

R.S: Wie die neuste Untersuchung zeigt, wo Viertklässler in Städten geprüft wurden, haben über 50% der Kinder den Migrationshintergrund, und das Bildungsniveau ist so drastisch gesunken, dass es laut Studie auf dem Niveau eines Schwellenlandes liegen würde. Das größte Problem haben wir jedoch mit den Kindern aus den muslimischen Familien, die die größte Gruppe unter den Kindern mit Migrationshintergrund bilden. Wie ich schon angemerkt habe, es ist eine Kultur des Stärkeren, und ein großes Problem stellt auch das Aggressionspotential dar. Anders als in den deutschen Familien werden die Kinder oft mit Hilfe von körperlicher Züchtigung erzogen, und Schläge vom Vater und von den älteren Brüdern gehört, wie ich es sehe und höre, bei ihnen zum Alltag. Das bewirkt, dass die Kinder sehr aggressiv sind – sie lösen Probleme schnell mit Gewalt. Und im typischen Rudelverhalten. Anders erzogene Kinder aus anderen Kulturen, in denen diskutiert wird, Meinungsfreiheit von klein auf dem Kind beigebracht wird, Toleranz – solche Kinder sind sofort auf verlorenem Posten. Sie versuchen zu diskutieren, was in Augen der muslimischen Kinder sie zu Schwächlingen und zu potenziellen Opfern macht.

Außerdem agieren diese Kinder als Gruppe – wenn du mit einem eine Auseinandersetzung hast, steht eine Gruppe gegen Dich, die zig Kinder zählt, weil sie auch die Welt als „Muslime gegen die Anderen“ verstehen. Dieses Verhalten sehe ich auch bei Romakindern. Es kam und kommt zu ernsthaften Körperverletzungen und den Lehrern sind die Hände gebunden, weil das Gesetz ihnen wenig Mittel gibt, um hier mit Druck zu reagieren. Spezialschulen für sozial auffällige Kinder sind schon voll und es mangelt insgesamt an in muslimisch-kulturellen Gepflogenheiten ausgebildeten Lehrern, und an Mitteln, die ihnen gegeben werden, um darauf zu reagieren und einzuwirken.

Das zusätzliche Problem beobachte ich mit aus dem Boden schießenden Flüchtlings- Lehrerprogrammen, wo Flüchtlinge, die schon in der Heimat Lehrer waren, im Eilverfahren zu Lehrern formiert werden. Ich sehe hier mehrere Probleme. Erstens tragen viele Frauen Kopftücher, was gegen das Neutralitätsgebot verstößt und ein negatives Vorbild für Kinder ist. Zweitens sprechen sie nach 1 ½ bis 2 Jahren noch nicht einwandfrei Deutsch, was die Gefahr mit sich bringt, dass die Schüler fehlerhaftes Deutsch lernen werden. Drittens haben einige dieser neugebackenen Lehrer und Lehrerinnen nicht dieselbe Ausbildung erhalten wie Lehrer aus Deutschland. Und viertens, und für mich am besorgniserregendsten: Einige sind streng gläubig und glauben z.B. nicht an die Evolution oder an die Wissenschaft, sondern nur an das, was der Koran vorschreibt. Einige Lehrerinnen würden einem Mann nicht einmal die Hand reichen. Ich will solche Lehrer nicht in den Schulen in unserem Land, wo unsere Zukunft von Morgen herangezogen wird. Und ich will auch keine Lehrerin mit Kopftuch, die der Jugend als Vorbild dient. Das Kopftuch besagt, dass Geschlechtertrennung wünschenswert ist, denn genau das ist die stille und doch so beredte Botschaft eines Kopftuchs. Es sagt: Ich bin dem Mann untertan. Es ist ein Bekenntnis, ein religiöses Ideologie-Symbol, die Welt in muslimischer Sichtweise in Halal und Haram zu unterteilen. Die Botschaft ist: Das Haupthaar einer Frau wird zum Schamhaar. Wieso um Himmels Willen wollen wir das in unseren Schulen?

hier geht es zu Teil I und hier zu Teil III.

Zum original Interview in polnischer Sprache auf der Website euroislam.pl geht es hier.

10 comments
Wenke

Dass Parallelgesellschaften existieren, war bereits vor 10 Jahren bekannt, als ich mein Abitur in Berlin gemacht habe. Es stellt sich also noch immer die Frage, was ist seither passiert ist und wie man damit umgeht und welche Konsequenzen es in Hinblick auf Flüchtlinge aus Krisengebieten hat.
Einige Schlussfolgerungen, die Frau Sommer zieht wirken auf mich sehr Subjektiv. Hierzu zwei Beispiele. Ihrer Meinung nach sind Richter und die Justiz in Deutschland eher links. Als jemand der Tür an Tür mit Identitäten wohnt, kann ich sagen, dass mein Eindruck in die andere Richtung gehen würde. Ich würde tendenziell eher sagen, Richter in Deutschland sind eher konservativ bis rechts. Ein Beispiel ist eine Verfahrenseinstellung in Halle aus 2017 (verhandelt wurde wegen einer Gewalttat eines Identitäten) Legitimation der Verfahrenseinstellung war, das Opfer hätte ja nicht in die Straßenbahneinsteigen müssen, es hätte ja wissen können dass der Täter aggressiv sei. Hier sehe ich parallelen zu den oben geschilderten Gerichtsverfahren. Dies ist nur ein Beispiel von vielen. Ein viel Schlimmeres ist der Fall Oury Jalloh. Aber es wäre vermessen aus meinem Subjektiven Empfinden hier Wahrheit zu generieren.
Generell würde ich eher sage, dass wir in der Justiz ein Problem haben, ganz besonders wenn es um Vergewaltigungen geht, dass dem Schaden der Opfer immer noch nicht genug Wichtigkeit zugeschrieben wird. Hier möchte ich zu Beispiel zwei kommen. das war die Beschreibung der Vergewaltigung, bei der der Kopf der Frau durch das Gitter des Bettrahmens gesteckt wurde. Diese Beschreibung erinnerte mich an einen ähnlichen Fall erst kürzlich in der Presse Beschrieben: Dieter Wedel. Was ich mit dem Fall zum Ausdruck bringen möchte ist, dass wir in der Theorie natürlich eine wunderbar aufgeklärte Gesellschaft mit anständigen Menschen sind, in der Praxis aber leider doch viel zu oft auch nicht. Das sieht man auch ganz wunderbar im Umgang mit der meToo-Debatte. In der Frauen noch immer viel zu häufig als Nestbeschmutzer und „die sollen sich mal nicht so haben“tituliert werden. Wo ist jetzt also das Problem? Das Problem ist das, dass wenn wir innerhalb unserer Gesellschaft nicht in der Lage sind Frauen den entsprechenden Respekt zukommen zu lassen, gibt es ja noch nicht mal eine Vorbildfunktion geschweige denn einen funktionieren Apparat der entsprechendes Fehlverhalten mit den daraus notwendigen Konsequenzen ahnden würde. Es mangelt trotz Humanismus und Aufklärung auch unter unseren Landsleuten an Anstand und Respekt für einander und vor allem Frauen gegenüber. Wie also sollen nun „Deutsche“ das für „Migranten“ einfordern, wenn sie es selbst gar nicht können?

Ein sehr persönliches Beispiel. In unserer Studenten 6-er WG hatten wir mal für 4 Monate einen syrischen Doktoranden. Er weigerte sich am Putzplan teilzunehmen und viele WG regeln einzuhalten. Wir 2 Frauen in der WG waren die einzigen, die die emanzipiert, wie wir waren einforderten. Was damit einherging, dass unserem Gastmitbewohner der Kragen platze und er auf dicke Hose machte. Den arragonaten Eindruck den Frau Sommer hat, hatte ich auch (wobei man hier sagen muss, dass es sich um einen Fall handelt!). Unsere Männer, sehr kultiviert und Frauenfreundlich, sehr humanistisch waren aber nicht in der läge uns den Rücken zu stärken. Nehme man jetzt noch Männer, die die Attitüde haben „Die sollen sich mal nicht so haben“ kann man es gleich ganz vergessen. Wir hatten also niemanden der uns den Rücken stärkt. Und hier ist das eigentliche Problem, der Mechanismus der zum Tragen kommt. Wer aufgeklärte Werte will muss für aufgeklärte Werte einstehen und sie immer und überall konsequent einfordern. Da haperte offensichtlich noch. Allerdings gibt es hier strukturelle Ähnlichkeiten zur Zivilcourage, die mangelnd in unserer Gesellschaft ist und weil ich mich damit vermehrt beschäftige auch beim Thema Rassismus.

Es ist ein generelles Problem. Da wo Courage und ein vehementes Entgegentreten von Menschen, die sich Schadhaft verhalten gefordert wird gibt es immer wieder die gleichen Mechanismen und mit den müssen wir uns auseinandersetzen. Es geht oft um Macht und darum, dass Menschen, die sich anderen gegenüber Schadhaft verhalten, Macht ausüben in dem sie Gewalt anwenden. Menschen, die dem was entgegensetzen, machen sich angreifbar, also machen viele lieber nichts und schauen lieber weg, denn im Zweifel sind sie die nächsten Opfer. Wie umgehen damit? Ein konsequentes Rechtssystem wäre schön. Aber leider irgendwie nicht vorhanden. Welche Konsequenzen hat das in Hinblick auf die kulturellen Unterschiede und die Herausforderungen, die Konflikte mit einhergehender Flüchtlingsströme mit sich bringen.
Ja wahrscheinlich sollte man mehr fordern. Zu allererst gehört Sprache dazu. Wer die Sprache nicht lernt, ist nicht integrierbar. Auf der anderen Seite ist es schwierig. Das recht auf Asyl für politisch Verfolgte ist eine (wichtiges) Grundrecht. Und wenn jemand sich der Sprache verweigert bzw. der Integration und aber nachweislich gefährdet im Herkunftsland ist, kann man ihm dann den Schutz verweigern? Es ist einfach schwierig und eine enorme Gratwanderung. Und mit Zunahme der Sympathien für „neu“ rechtes Gedankengut wird die Auseinandersetzung darum noch viel schwieriger, weil weniger konstruktiv und menschenfreundlich debattiert wird.

    Kinnon

    @Wenke

    Frauen wie Sie verursachen die Misere!

    Sie verteidigen frauenunterdrückendes Denken und Handeln von Männer aus mittelalterlich denkenden und handelnden islamisitschen Kulturen mit diesem für linksgrüne Feministinnen typischen „ABER“: „Aber“ die deutschen Männer vergewaltigen auch. Ja. Tun sie. (Frauen vergewaltigen übrigens auch. Muslima vergewaltigen dagegen eher nicht.)

    Deutsche Männer haben allerdings keine kulturell anerzogenen Motive wie die Männer in der islamitischen Welt, die die Frau als stets zur Verfügung des Mannes betrachten. Bei uns sind es immer Einzeltaten, die die Mehrheit der Gesellschaft verurteilen. Dort sind Taten, die gesamtgesellschaftlich (von Männern UND Frauen) akzeptiert oder mindestens hingenommen werden.

    Nun holen Sie sich diese zusätzlichen gewaltigen Probleme ins Land. Am Ende bekommen Sie, was Sie verhindern wollten: Die völlig unterdrückte Frau.

    @Rebecca Sommer

    Ja, genauso sind die islamischen Männer: Sie geben gerne das Opfer. (Und die islamischen Frauen unterstützen die Männer kreischend.) Muslimen ist das Lügen in die Wiege gelegt.

      Wenke

      Sehr geehrter Kinnon,

      wenn ich in meinen Bekanntenkreis schaue und darüber hinaus und wenn man sich eben auch die meToo Debatte anschaut, kann man konstatieren, dass sich eben nicht um Einzeltaten handelt! Das gleiche lässt sich im Übrigen auch durch die polizeilichen Statistiken belegen. Deutsche Männer vergewaltigen. Sie tun es ohne Scham und weil sie sich im recht fühlen. Und nein, die Gesellschaft verurteilt das leider nicht. Siehe die Reaktionen auf die meToo Debatte und tatsächlich aufkommende sexual Fälle. Die Opfer sind in aller Regel in rechtfertigungsnot und es mangelt an Rückhalt und Unterstützung und Hilfe bei der Verarbeitung!
      Wenn man sich mit soziokoluturellen Gepflogenheiten auseinandersetzt und mit Kindeserziehung sieht man auch, wo das ganze entsteht. Entgegen ihrer Aussage gibt es in Deutschland nämlich sehr wohl anerzogenen/strukturellen Sexismus, der mag nicht so krass sein, wie in muslimischen Länder, macht ihn aber nicht weniger schlimm!

      Die Akzeptanz innerhalb muslimischer Länder, die sie ansprechen rührt oft von einer fundamental nicht vorhanden Sexualaufklärung her. Je weniger die Menschen im Kindes- und Jugendalter über Geschlechter und Sexualität gebildet werden, desto höher ist in der Regel sexualisierte Gewalt in einer Gesellschaft.

      Das allein ändert aber nichts an dem Mechanismus, den ich beschrieben habe. der Macht, Gewalt und das kollektive Schweigen, weil man sich nicht angreifbar machen will und es eben immer leichter ist wegzuschauen.

      Mit meiner Beschreibung des deutschen strukturellen Sexismuses habe ich übrigens, den Seximus anderer Gesellschaften nicht relativiert oder gar verteidigt, sondern lediglich darauf hingewiesen, dass wir selbst in unseren Reihen noch nicht in der Lage sind strukturellen Seximus abzulegen. Wer nicht in der Lage ist bei sich selbst anzufangen wird schwerlich in der Lage dazu sein, entsprechend und angemessen auf anderes Fehlverhalten zu reagieren. Wenn ich verändern will muss ich bei mir anfangen.

      Ihr Kommentar bezüglich der völlig Unterdrückten Frau zeigt im übrigen nur oben beschriebenen Mechanismus. Die von Ihnen völlig unterdrückte Frau in der Zukunft wäre tatsächlich nur möglich, wenn die breite Masse eben wegschaut und Frauen unterdrücken lässt bzw. würde bedeuten, dass sie persönlich sich zu der Masse der wegschauenden zählen. Stehen wir hingegen für unsere Werte ein, als Gesellschaft wird dies nicht geschehen. Allerdings stehe ich grundsätzlich für alle unsere Errungenschaften der letzten Jahrhunderte ein, die eben explizit u.a. die würde eines jeden Menschen unantastbar macht.

      Und eine Sache müssen sie mir noch Erklären. Wenn ich mich mit konservativen und (neu)rechten „Werten“ und Gedankengut insbesondere bezogen auf die Frau auseinandersetze, sehe ich immer wieder das Bild der gebärenden Frau ohne Recht außer dem recht am Herd zu stehen. Wo ist denn da keine Unterdrückung und ein eine freie Frau?

        Fritz Kuhn

        Die deutschen Männer werden zu Zurückhaltung und Gewaltlosigkeit erzogen. Zumindest die Gebildeten. Es wird von den Frauen erwartet, dass sie sich selbst durchsetzen. Wie Sie gut erkannt haben, funktioniert dies nur in einem Umfeld, wo sich jeder an die Regeln hält und Konflikte verbal bewältigt werden.

        In dem Moment, in dem der Mann körperlich aggressiv wird oder auch nur den Dialog verweigert, bricht das ganze Konzept zusammen. Dann kann man noch so viel von Rassismus, Sexismus und Unterdrückung schwadronieren, beim Gegenüber kommt nur Blabla an.

        Ich behandele emanzipierte Frauen gleich, d.h. genterneutral. Es gibt keinen Frauenmalus, aber auch keinen Frauenbonus. Die Reaktionen sind oft lustig, da Frauen doch immer, wie auch Sie, auf Ihren Bonus bestehen.

        Denken Sie einmal nach. Wenn nun einer der Mitbewohner den Aggressor stellt, was kann passieren. Wird der stolze Araber den Schwanz einziehen und gehen? Wahrscheinlich nicht. Er wird nun in den eskalierenden Konflikt gezogen, hat aber niemals gelernt, körperlich zu argumentieren.
        Seine Gesundheit steht auf dem Spiel in einem Konflikt zwischen zwei Fundamentalisten. Und ihm dann mangelnde Zivilcourage vorzuwerfen ist schon frech.
        Sie kämpfen allen Ernstes für Gleichberechtigung und gegen Sexismus? Und bei der ersten Gelegenheit, in der sie Ihre Zivilcourage unter Beweis stellen können, unterfüttert durch Ihre geschliffenen Argumente, rennen Sie zum nächsten Mann und flehen um Schutz.

          Wenke

          Jetzt müssen sie mir aber doch die Stelle raussuchen, wo ich fordere das Frauen einen Bonus benötigen. Ist es schon Bonus nicht sexuell belästigt oder gar missbraucht zu werden? Egal von wem? Das lässt tief Blicken!

          Und auch bei Ihrer letzten Unterstellung, stellen sie unter Beweis, dass sie nicht konzentriert lesen und analysieren können.

          Wie ich bereits schrieb waren wir Frauen die einzigen zwei Personen, die emanzipiert die Einhaltung entsprechender Regeln eingefordert haben und zwar ohne zu jemandem hinzurennen. Nur bringt es eben nichts wenn man Regeln einfordert und der Rest der Gemeinschaft schweigt aus Angst vor Konflikten.

        Kinnon

        @Wibke

        Sie wollen den Unterschied nicht verstehen und Sie wollen die sexuelle Gewalt der islamistischen Gesellschften unbedingt und wissenschaftlich und statistich untermauert entschuldigen und reiten daraufrum, dass dt. Männer (dt. Frauen klammern Sie ja gerne aus) auch sexuelle Gewalt ausüben. Dies sind Einzeltaten! Nicht Einzeltaten in der statistischen Anzahl sondern Taten von Einzelnen. Diese sexuellen Einzeltaten müssen (oder sollten) strafrechtlich geahndet werden. Sie sind weder gesellschaftlich noch kulturell noch religiös erlaubt, geduldet, gefördert oder sonstwas. In islamistischen Staaten ist das Gegenteil der Fall.

        Aber ich sehe, man oder frau kann Ihnen, Frau Wibke nicht helfen. Sie werden aber schließlich mit die Verantwortung für das Ende der Emanzipation und die Unterdrückung der nachfolgenden Generationen von Mädchen und Frauen tragen müssen. Sie schauen weg.

        Ich jedenfalls, auch als Schwuler soldidarisiere ich mich mit denjenigen Mädchen und Frauen, die gegen sexuelle Gewalt bishin zu bestialischen Morden von islamistischen Männern an Mädchen und Frau auf die Straße gehen. Es ist eine Schande, dass Feministinnen wie Sie das lieber in Kauf nehmen und politisch gegen konservative Strömungen instrumentalisieren.

        Ehrlich, ich weiß nicht, was ich Frauen wie Ihnen wünschen soll. Da packt mich schon mal ein Gefühl von Wut.

          Wenke

          Sehr geehrter Kinnon,

          1) nun zwingen sie mich doch nochmal auf die sexuelle Gewalt von Frauen gegenüber Männern einzugehen. Sie dürfen auf folgender BKA Seite (https://tinyurl.com/y9q9jjs9) gerne nochmal stöbern, der Anteil an Frauen die vergewaltigen liegt in der Regel deutlich unter einem Prozent. Also in 99,X Prozent vergewaltigen Männer.
          Was die Fälle nicht besser macht, aber sie Spielen in der Zahl quasi keine Rolle.

          2) Zu ihrem Argument, sexuelle Gewalt in Deutschland sei nicht geduldet möchte ich auf aktuelle Ereignisse wie eben das Beispiel Dieter Wedel eingehen, welches sehr gut zeigt, wie unheimlich gut und gerne bei sexueller Gewalt in Deutschland noch weggeschaut wird und es toleriert wird weil „Weiß doch jeder, dass Schauspielerinnen sich hochschlafen, dass machen die doch gerne“. Und wer wegschaut, dem Fällt es leicht von Einzelfällen zu reden, weil man den „Rest“ einfach unter den Tisch kehrt, was aber nicht bedeutet, dass der „Rest“ nicht auch Leid verursacht. In meinem persönlichen Umfeld, haben mindestens zwei drittel der Frauen bereits sexuelle Gewalt erfahren. das beginnt beim Po grabschen in der Diskothek und geht bis Vergewaltigung im Alter von 17 Jahren. Von Einzelfällen kann da leider keine Rede sein. Von ihrem viel zitiertem Anstand war und ist in der meToo Debatte kaum etwas zu merken. In den Momenten, in denen Frauen ihre Stimme gegen sexuelle Gewalt, Belästigungen etc. erheben erkennt man sehr gut wie tief sexuelle Diskriminierung auch in unserer Gesellschaft noch verankert ist.
          Was auch alles nicht so verwunderlich ist, wenn man sich anschaut, dass die Vergewaltigung in der Ehe gerade mal seit 1997 strafbar ist. Und auch andere Errungenschaften sind kaum älter als 30 bis 40 Jahre. Die davor tradierten Werte herrschen leider noch allzuoft in den Köpfen vor allem konservativer Männer.
          Die Akzeptanz in muslimisch geprägten Ländern, rührt oft von einer schlechten Aufklärung her. Aber bitte wenn es nach den Konservativen geht, würde Aufklärung auch viel später und viel weniger in der Schule behandelt und da hätten wir Ruckzuck wieder wunderbar schlecht informierte Kinder und später einfache Missbrauchsopfer, die möglichst viel mit sich machen lassen ohne ihren Mund aufzumachen. Widerliche Doppelmoral! Allerdings wenn man sich mit dem sexualkunde Unterricht in Schulen befasst, wird man lesen können, dass die konservativen da näher an ihrem Ziel sind als sie glauben. Es steht wohl nämlich recht schlecht um die sexuelle Bildung unserer Kinder.
          https://tinyurl.com/ydghqlsu

          3) Wieso ich wegschaue, wenn ich Dinge anprangere, müssen sie mir erst einmal erklären. Und wo an welcher Stelle ich Morde und sexualisierte Gewalt in Kauf genommen habe, da müssen sie mir bitte nochmal die genau Stelle zitieren!
          Ich habe an keiner Stelle Alttagssexismus instrumentalisiert, um Gewalttaten zu bagatellisieren oder klein zureden. Ich kann nur lediglich im Gegensatz zu ihnen Differenzieren und sage beides ist schlimm gehe eben noch weiter als sie. Ich sage wenn ich Frauen schützen will muss ich selbst dazu in der Lage sein die Kraft zu haben Dinge anzusprechen und zu beheben und da fängt man am einfachsten bei sich an. Weil man sich eben einfach selbst am ehesten Verändern kann, als andere. Also muss ich mit einem guten Beispiel voran gehen. Kann ich das nicht, werde ich auch nicht in der Lage sein „größere“ Ziele zu verfolgen. Dass eine was ich anprangere, ein härteres Durchgreifen bei sexueller Gewalt durch Deutsche (die im übrigen zahlenmäßig immer noch deutlich vorne liegen) ist also Grundvoraussetzung und mindestens gleichbedeutend mit dem Einfordern von Emanzipatiorischen Werten gegenüber anderen Kulturkreisen. Wenn ich das bei mir selbst nicht kann, werde ich anderswo erst recht nicht können.

          Und auf meine Frage, inwiefern das Frauenbild konservativer Menschen einer freien und uuunterdrückten Frau entspricht sind sie leider nicht eingegangen. Die Argumentation hätte mich sehr interessiert! Ich für meinen Teil empfinde dieses Frauenbild ebenfalls als vollkommene Unterdrückung der Frau und in feinster Weise anstrebst!

        Hanna Heumann

        Es ist völlig egal, was „Deutsche Männer auch tun“ wenn das zu der eigentümlichen Einsicht führen soll „Dann dürfen es andere auch tun“ – denn ja – auch deutsche Männern sind mitunter Machos, Paschas und übergriffig ohne Ende. Die Frage ist nur: Brauchen wir DIESE Art von Frauenfeindlichkeit auch noch zusätzlich? Ich glaube nicht.

    Lucie Hofmann

    Liebe Wenke! Sie haben studiert? Wieso haben Sie so viele Fehler in Groß- und Kleinschreibung, mit Kommata etc.?

Hanne Müller

Wenke, bitte wachen sie auf! Das was Rebecca Sommer beschreibt, habe ich schon von vielen Helfern gehört und selber auch erlebt. Für mich war es nicht denkbar, Flüchtlingen nicht helfen zu wollen. Leider, leider hat Rebecca Sommer recht. Und Menschen wie sie sind es, die unterstützend wirken, bei dem was unser Europa wirklich in Gefahr bringt. Was habe ich Ungarn, Polen usw verteufelt, weil sie keine Flüchtlinge aufnahmen. Heute denke ich, die waren einfach cleverer als wir. Die metoo Debatte hier anzuführen ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Natürlich kann ich ihnen dabei in etlichen Punkten zustimmen, die Hintergründe allerdings sind nicht vergleichbar. Für unser Europa – bitte wachen sie auf!

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