Rechtspopulistische Verschwörungstheorien zum „UN-Migrationspakt“

Seit einiger Zeit wird von verkorkster Seite, aus dem rechtspopulistischen bis rechtsextremen Milieu, sehr gezielt gegen den sogenannten „UN-Migrationspakt“ gewettert.

Der Haken ist hier, dass dabei der Inhalt des bisherigen Entwurfs verfälscht und wichtige Details unterschlagen werden. Im Kern ist der „Global Compact on Migration“ nichts weiter als ein Versuch, die Staaten der UN auf freiwilliger Basis zur verbesserten Zusammenarbeit in Fragen von Flucht und Migration anzuregen, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen, sowie sich, ebenfalls freiwillig, auf grundlegende Selbstverständlichkeiten im Umgang mit Einwanderern und Flüchtlingen zu verständigen.

Es werden schlicht falsche Dinge behauptet, als ob die „Kritiker“ den Entwurf gar nicht richtig gelesen hätten. Es ist aber vermutlich eher ganz hinterhältige Absicht, die Menschen in die Irre zu führen.
Deshalb etwas kurze Aufklärung über „Rechtsverbindlichkeit“ und „Nationale Souveränität“:

Der „Global Compact on Migration“ schafft KEINE Rechtsverbindlichkeit

Die größte Panikmache wird von den Verschwörungstheoretikern damit betrieben, dass ein Drohszenario aufgebaut wird, Deutschland oder andere unterzeichnende Staaten würden sich rechtsverbindlich zur kompletten Umsetzung des Inhalts des „Migrationspakts“ verpflichten. Das ist insofern Unsinn, weil schon in der Präambel ein wichtiger Punkt steht, der dieser „Theorie“ widerspricht.

Aus dem „Global Compact for safe, orderly and regular Migration“, Präambel Punkt 7:

This Global Compact presents a non-legally binding, cooperative framework that builds on the commitments agreed upon by Member States in the New York Declaration for Refugees and
Migrants. It fosters international cooperation among all relevant actors on migration, acknowledging that no State can address migration alone, and upholds the sovereignty of
States and their obligations under international law.“

Übersetzung:

Dieser globale Pakt stellt einen nicht rechtsverbindlichen, kooperativen Rahmen dar, der auf den Verpflichtungen, die die Mitgliedstaaten in der New Yorker Erklärung für Flüchtlinge und Flüchtlinge vereinbart haben, aufbaut.
Er fördert die internationale Zusammenarbeit aller relevanten Akteure im Bereich Migration, anerkennend, dass kein Staat Migration allein angehen kann, und berücksichtigt die Souveränität von Staaten und ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen.“

Also, liebe Rechtspopulisten und Rechtsextremisten, mir ist schon klar, dass Englisch für euch die Sprache des Feindes ist. Aber es ändert eben nichts daran, dass diese kleine Passage bereits klarstellt, dass der „böse, böse globale Migrationspakt“ überhaupt keine rechtliche Verbindlichkeit von den unterzeichnenden Staaten fordert. Es ist schlicht ein Bekenntnis zum „guten Willen nach eigener Verantwortung“. Es drohen keine Vertragsstrafen, keine Urteile oder Verurteilungen oder sonst irgendetwas mit Wirkung, wenn ein Staat sich an irgendeinen Punkt nicht hält.

Nein, der globale Migrationspakt beieinträchtigt nicht die Souveränität der unterzeichnenden Staaten und erklärt nicht jede Migration automatisch für „legal“

Diesen Quatsch habe ich bei einer Möchtegernjournalistin auf „Tichys Einblick“, aber auch bei anderen unseriösen Mitmenschen gelesen.

Auch hierzu wird bereits in der Präambel des Migrationspakts ausdrücklich klargestellt:

Nationale Souveränität: Der globale Pakt bekräftigt das souveräne Recht der Staaten, in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht, ihre nationale Migrationspolitik und Migration innerhalb ihrer Zuständigkeit selbst zu regeln. Innerhalb ihrer Hoheitsgewalt können Staaten zwischen dem regulären und dem irregulären Migrationsstatus entscheiden, über die gesetzlichen und politischen Maßnahmen zur Umsetzung des Paktes unter Berücksichtigung nationaler Realitäten Prioritäten und Anforderungen für Einreise, Aufenthalt und Arbeit in Übereinstimmung mit dem internationalen Recht selbst bestimmen.

Ich gebe ja zu, dass der Text des „Global Compact on Migration“ eventuell in nicht ganz leichtem Englisch verfasst wurde. Ich musste selbst erst überlegen, wie man das möglichst verständlich übersetzt. Aber wenn die Möchtegernjournalisten von den rechten Alternativmedien ernsthaft Probleme damit haben, aus dieser Passage (ein Teil von Punkt 15 der Präambel) herauszulesen, dass die Rechte der einzelnen Staaten überhaupt nicht berührt werden, sie ihre eigenen Einwanderungsbedingungen weiterhin in nationale Gesetze gießen können – dann sollten diese Schreihälse eben lieber englischsprachige Bilderbücher lesen. Kann ja nicht schaden.

Wer den „Global Compact for safe, orderly and regular Migration“ selbst nachlesen will, findet ihn hier.

22 comments
Jerry Cotton

… Freddy hat Ausgang. Was tut er? Er haut auf die Buschtrommel. Wie immer. Wenn du schon andere Meinungen beschimpfst, solltest du wenigstens konkret den Quellentext angeben, auf welchen du dich beziehst. Ich zitiere, auszugsweise, Krisztina Koenen;

sie hat das schon richtig benannt: Geplante Zerstörung – UN-Migrationspakt: Bedingungslose Kapitulation – https://bit.ly/2CwsVrb

‚Nun wird von interessierter Seite (zum Beispiel von der Correctiv-Website) behauptet, das Dokument des Globalen Paktes sei juristisch nicht bindend, und deshalb könne man es ruhig unterzeichnen und wegen der Verwirklichung brauche man sich keine Sorgen zu machen. Tatsächlich wird im Dokument zweimal erwähnt, dass der Globale Pakt nicht gesetzlich bindend sei. Doch das sollte niemanden beruhigen. Denn ist das Dokument erst einmal unterzeichnet, es steht jedem Land frei, die darin enthaltenen Verpflichtungen gesetzlich zu verankern, wenn sich dafür eine Mehrheit im Parlament finden sollte. Die andere Vorgehensweise am Parlament vorbei ist viel einfacher und wird vermutlich der Weg sein, den westeuropäische Länder gehen werden: Die Europäische Union hat bereits Zustimmung signalisiert, also können die Verpflichtungen des Paktes in das EU-Recht ohne lästige nationale Abstimmungen übernommen und dann in den Mitgliedsländern einfach durch die Übernahme der wichtigen Bestimmungen des EU-Rechts in Gesetze gegossen werden, ohne die nationalen Parlamente – und damit die Öffentlichkeit – überhaupt einschalten zu müssen. Die Entscheidungen des Gerichtshofes der EU werden damit feststehen.‘

… den Rest bitte selber nachschlagen.

    Rainer Seifert

    Danke für den Link. Den Verharmlosern wünschte ich einen Blick in die eigene Zukunft in 20-30 Jahren. Was für ein Heulen und Zähneklappern wird das geben?

    Wohl dem, der wie ich, seine Dienstzeit auf der Erde dann vermutlich schon abgeleistet hat.

    Unsere demokratische Regierung ist doch immer so auf Aufklärung der Bevölkerung bedacht und gibt für schöne Hochglanzboschüren, von denen fast alle früher oder später im Abfall landen, Millionenbeträge aus.

    Wie wäre es denn mit der Verbreitung der Erklärung an alle Haushalte? Aber bitte lange genug VOR Unterzeichnung des Wahnsinns.

    Fred Groeger

    @“Jerry Cotton“, es ist vollkommen egal, welche Theorien du so hast:

    Der Pakt ist rechtlich nicht bindend.

    Und der von dir verlinkte Artikel ist deshalb tatsächlich unglaublicher Humbug, weil die merkwürdige Autorin behauptet es würden sich „Verpflichtungen“ ergeben, obwohl der ganze Pakt ausdrücklich nicht verpflichtend ist.

    Natürlich lässt sie nämlich alles aus der Präambel weg, das eindeutig klarstellt, dass der Pakt rechtlich überhaupt keine Bedeutung hat.

    Warum wohl?

      Jerry Cotton

      @F.G.

      … F.G., so naiv wie du dich stellst, sind nicht mal deine Genossen, selbst der SPD-Bundesminister Roth schwätzt schon jetzt von ‚Verpflichtung‘ statt ‚Empfehlung‘:

      ‚Dieses Abkommen dient vor allem auch dem Ziel, Migrationspolitik als globale Bewährungsprobe zu sehen und von allen Staaten das abzuverlangen wozu wir gemeinsam verpflichtet sind …‘

      … und dass es sich um zigmillionen ‚Migranten‘ handeln wird:

      ‚Ich kann Ihnen versichern, dass wir über Zahlen sprechen, die bei Weitem nicht dem entsprechen, was die Bundesrepublik derzeit an Einwohnerinnen und Einwohnern hat.‘ : https://bit.ly/2EhWONG

        Fred Groeger

        Tut mir ja leid, „Jerry Cotton“,

        aber was Frau Hoechst so fantasiert, steht nicht in dem „Global Compact on Migration“.

        Selbst bei der kleinen Option des „Resettlements“ („Umsiedeln“) handelt es sich um eine freiwillige Sache und es wird von keinem Staat ohne dessen Einwilligung „abverlangt“.

        Besonders absurd ist der AfD-Quatsch, weil sowas schon seit Jahren praktiziert wird. In Deutschland gibt es den entsprechenden Paragraphen schon seit 2004.

        Und es geht dabei NICHT um „Millionen“

        ttps://www.gesetze-im-internet.de/aufenthg_2004/__23.html

          Jerry Cotton

          … ach Freddy, das hatten wir doch hier schon oft genug was die ‚BRD‘-Administration selbst von geschriebener Rechtsstaatlichkeit hält – NIX; die Ex-FDJ-Sekretärin 2018 [sic!], nachdem sie ihre Richtlinienkompetenz über das GG, ua., gestellt hat – ‚Nach der Theorie dürfte nie ein Migrant oder ein Flüchtling in Deutschland ankommen“, sagte Merkel. „Das entspricht aber nicht der Realität.“

          Fred Groeger

          @“Jerry Cotton“,

          wenn du wieder mit „BRD-Administration“ und „Ex-FDJ-Sekretärin“ anfängst, schreibe deine Kommentare bitte handschriftlich an folgende Adresse:

          Rudolf Reisswolf, Ismir-Egal-Weg 76, 89584 Deppenhausen.

          Jerry Cotton

          … Freddy, die nächsten Wahlen werden die „BRD-Administration“ und die „Ex-FDJ-Sekretärin“ in den Rudolf Reisswolf, Ismir-Egal-Weg 76, 89584 Deppenhausen entsorgen. Das genügt.

          Fred Groeger

          @“Jerry Cotton“,

          die nächste Bundestagswahl findet 2021 statt.

          Ist zwar nicht Thema meiner Kolumne, aber ich bin ja gerne informativ.

          Ist sonst noch was?

          Jerry Cotton

          … gäääähn, das ist zu weit weg. Du bist ein ‚Wünschel-Optimist‘ … wir schreiben uns morgen Abend.

          Fred Groeger

          „Jerry Cotton“,

          wir schreiben uns garantiert nicht „morgen Abend“. Ich habe mein soziales Pflichtprogramm erfüllt und werde deine nächsten Kommentare unter dieser Kolumne mangels Interesse ignorieren.

          Ich möchte dich auch ausdrücklich darauf hinweisen, dass du hier nicht erwünscht bist.

          :*

          Jerry Cotton

          … mhmm, ich korrigiere mich, nicht ‚wir‘ werden uns morgen schreiben, ich werde dir und deinen Genossen morgen schreiben. Sonst wähnt ihr euch noch im Recht. Das kann ich nicht zulassen.

Rainer Seifert

Einfach mal der Originalaussage des Herrn Staatssekretärs lauschen. Er hat ja dann doch relativ schnell den Sinn der Frage deuten können.

Wenn ich da höre, dass anhand des Vertrages deutlich weniger Menschen in Deutschland aufgenommen werden sollen, als bislang Deutsche hier leben, dann erstellt sich mir nicht so ganz der Sinn dieser Aussage.

Mal angenommen 50 Millionen sind tatsächlich noch immer schon länger hier Lebende, dann wäre also die Aufnahme von 40 Mio „Schutzsuchenden“ eigentlich schon deutlich weniger. 10 Millionen Menschenn sind ja keine peanuts.

Oder haben wir Glück und es werden nur 25 Mio? Oder erst mal nur 10 Mio? Klar, die werden nicht alle auf einmal beim Amt vorsprechen, aber das schafft wieder jede Menge Arbeitsplätze und vielleicht doch noch die Erfüllung von Schnauzi Zetzsches Wirtschaftswunderträumen.
Und Wohnungen werden nun ja jetzt schon so viele neu gebaut, dass sie für die gerade reichen, die nun mal hier sind. Die machen nun wirklich was, die schon länger hier Regierenden.

Wozu bedarf es eigentlich eines solchen Vertrages, wenn doch alles angeblich freiwillig geschehen soll? Naja, egal. Barbara John, die frühere Ausländerbeauftragte des Westberliner Senats, hat uns ja schon mal indirekt auf unser Dasein im Reservat vorbereitet. Wenigstens mal eine, die ehrlich sagt, was Sache ist. Auch wenn sie das nicht weiter schlimm findet. Die Mehrheit bleibt ja multikulturell. Türken und Kurden, Syrer und Afghanen, Iraner und Iraker, Inder und Pakistani – klar, die sind alle ein Herz und eine Seele miteinander. Und gerät der dumme Deutsche dann mal zwischen zwei Messer, dann überlegt er halt, was er nun schon wieder falsch gemacht hat.

Sollte ich richtig informiert sein, will Dänemark neben den USA und Ungarn auch nicht unterzeichnen. Verdammte Nazis dort oder woran kann das liegen?

    Fred Groeger

    @Rainer Seifert:

    Also, die USA unter der Trump-Administration und Ungarn unter Orban sind für mich keine seriöse Referenz für irgendwas.

    Dein Geblubber von „schon länger hier Lebenden“ ist mir auch relativ egal, weil ich nichts von deinem völkisch-rassistischem Weltbild halte.

      Rainer Seifert

      Auweia Genosse G. Der Begriff von den „schon länger hier Lebenden“ wurde aber von der Ex Genossin FDJ Sekretärin Bundeskanzlerin geprägt.

      Und ehrlich, so ein Weltbild existiert für mich nicht. Ich bin bei „Gute Frage“ mit mehreren Menschen aus fremden Kulturen befreundet, aber die haben kein Messer dabei. Ich habe einer tschechischen Familie mit zwei Kindern, Vater eines Kindes ein Roma, extrem wirtschaftlich geholfen.

      Ich hasse sogar von den Nazis erfundene Begriffe wie Autobahn, Volkswagen und noch viel schlimmer Wolfsburg. Wenn ich schon andauernd diesen Städtenamen hören muss und von anscheinend Nazi Kommentatoren den Begriff für deren Fußballer „Wölfe“ wird mir speiübel. Das ist Nazi Sprache.

      Kann denn der Herr Professor Münkler da nicht endlich mal seine ganze Autorität in die Waagschaale werfen um solch überlebende Nazibegriffe zu eliminieren?

      Aber für sie freue ich mich ehrlich, dass sie nun auch schon ihren zweiten vollen beitrag hier abgeben durften. Immer nur his masters voice zu sein, ist ja auch nicht so schön. Nur weiter so. Noch haben wir etwas Zeit bis zum Finale grandioso.

      Noch eine Frage außerhalb des bisherigen Themas amn den Linksexperten: Erlaubt die Scharia eigentlich Abtreibungen? Wenn nein, lasst es bloß die grünen und linken Frauinnnen und Mädcheninnen nicht wissen. Sonst bröckelt die Front der vermeintlich Anständigen womöglich doch noch mal. Hauptsache, die Musik spielt auch hier wieder bis zum Schluss. Heute und immerdar. Oder wenigstens solange bis die Islamisten jegliche Musik bei Todesstrafe verbieten. Aber dann sind diese Protagonisten auch längst in sichere Gefilde entflohen. Welch ein Glück für diese.

        Fred Groeger

        Rainer Seifert, du kleiner grenzdebiler und rechtsextremer Troll,

        1. Wenn du mich schon mit „Genosse“ anredest, dann wüsste ich gerne, welcher Partei oder Genossenschaft ich angeblich angehöre.

        Ich bin nämlich tatsächlich in keiner Organisation in der man sich „Genosse“ nennt.

        Allerdings zeigt deine offensichtliche Ansicht, dass du Menschen mit „Genosse“ beleidigen könntest, wie weit am rechten Rand du stehst.

        2. Die Äußerung von „schon länger hier lebenden“ stammt, so wie du sie verstehen möchtest, nicht von Angela Merkel.
        So wie du es gerne hättest, stammt die Definition von „schon länger hier Lebenden“ nämlich eher aus der stumpfen Gackersparte deiner rechtsdrehenden „Alternativ-Medien“ wie „Michael Mannheimer“, „Vera Lengsfeld“ und anderen unseriösen Freaks.

        3.Fragen außerhalb des Themas beantworte ich nicht.

        Entweder du kapierst endlich mal, was das Thema einer Kolumne ist, dann beantworte ich deine Fragen zu diesem Thema, oder du verpisst dich wieder auf deine üblichen Seiten.

        Lass die Trollerei, alter Mann

          Rainer Seifert

          Aber Genosse Groeger. Das Wort „Genosse“ ist keinesfalls eine Beleidigung, ihre verbalen Ergüsse sind es dagegen sehr. „Alter Mann“ ist altersdiskriminierend. Hat sich wohl in ihren linken Kreisen bei den kleinen dummen „Nazis raus“ Brüllern & Co noch nicht herumgesprochen.

          Welcher Fraktion sie angehören, erkennt man locker an der fehlenden Qualität ihrer Beiträge. Sollte es ihnen aber endlich gelingen, mich nicht mehr in ihrer linksplumpen vertraulich-schmierigen Schreibweise zu duzen, könnte ich mir überlegen, die ehrenvolle Anrede künftig nicht mehr zu gebrauchen. Da hab ich aber voll ins Schwarze getroffen.

          Der Spruch von den „schon länger hier Lebenden“ stammt also nicht von Frau Kanzlerin? Da muss ich mich doch glatt verhört haben bei ihrem Original-Video. Dann hat sie sicher auch 2005 niemals gesagt „multi-kulti ist gescheitert“. Nun ja, wir Alle irren hin und wieder mal – manche Politiker ganz besonders.

          Mein Ohrenarzt wird entsetzt sein. Er sagt, ich höre besser als er. Und das wo er noch kein alter Mann ist. Allen, die nicht älter und reifer werden wollen, empfehle ich übrigens, sich vorher aufzuhängen. Dann müssen sie sich nicht von irgendwelchen unerzogenen mittelalterlichen Schnöseln beleidigen lassen. Die widerlich saublöde Bezeichnung „alter weißer Mann“ ist übrigens in ihren Kreisen gebräuchlicher. Wenn schon, denn schon.

          Erwähnte Seiten wie Vera Lengsfeld, Tychy usw. bohren natürlich tief ins Herz „wahrheitsliebender“ Linker. Mannheimer kannte ich noch gar nicht. Besten Dank für den Tip, ich werde mal schauen.

          Ja, es gibt wirklich noch Menschen mit Verstand, denen die Zukunft Europas, speziell Deutschlands ehrlich am Herzen liegt, die sich um ihre Kinder und Enkel sorgen und die nicht irgendwelchen Märchenerzählern hinterherlaufen, welche einen Pakt schließen wollen, der gar nicht verbindlich ist. April, April, es war doch gar nicht so gemeint. Für wie blöd wird man das Volk künftig noch verkaufen wollen.

          Ich unterschreibe demnächst mal einen Kaufvertrag für einen Bentley – völlig unverbindlich natürlich.

TheAnalyzer

Einen Pakt, der nicht verbindlich ist, ist ein sinnloser Pakt. So etwas braucht niemand. Und so etwas sollte auch nicht unterzeichnet werden, denn so etwas hat ja -wie der Autor hier ausführt- keinerlei Relevanz.

    Rainer Seifert

    Sinnlos geschieht in dieser Richtung mit Sicherheit gar nichts. Die Einführung über die EU durch die Hintertür wird kein Problem sein. Nationale Parlamente werden so gut wie bedeutungslos.
    In der DDr hiep´ß dieses Scheinparlament „Volkskammer“.

Rainer Seifert

Islamophobe, Nazis, Lügner oder was?

#migrationspaktstoppen – Appell der @WerteUnion an @cducsubt @rbrinkhaus, Abstimmung im #Bundestag zu fordern & dem #Migrationspakt nicht zuzustimmen! Das Vertragswerk gehört auch auf die Agenda beim @CDU #Bundesparteitag im Dezember! @CSU_Aufbruch @MitschAlexander pic.twitter.com/8QRk54T0YV

— WerteUnion Berlin (@WerteunionB) 17. Oktober 2018

mac4ever

Soft law – hard law. Einfach mal googeln. Insofern ist der Artikel Propaganda:

Überraschung: Die „Populisten“ sprechen auch Englisch. Es ist aber unerheblich, daß man einen solchen Vertrag die genannte Textstelle hineingeschrieben hat, wenn die einzelnen Vertragsklauseln dem widersprechen. Das geht aus den Formulierungen hervor. Die angebliche Unverbindlichkeit dient nur dazu, der Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen. Und selbstverständlich behaupten die Populisten nicht, dass diese vorgebliche Unverbindlichkeit nicht irgendwo niedergeschrieben sei. Nur reicht das eben nicht, wenn überall nur Rechte der Migranten niedergeschrieben sind, und Forderung erhoben werden, ohne irgendwelche Aussagen darüber treffen, wie die Nehmerländer damit fertig werden sollen. Migration wird faktisch als Menschenrecht verankert.

Und dann steht auch noch darin, in welcher Weise über Migration in den Medien berichtet werden solle: nämlich nur positiv. Dazu verpflichten sich die unterzeichnenden Staaten auch – selbstverständlich unverbindlich. Na, wenigstens das haben unsere Qualitätsmedien ja bereits weitgehend umgesetzt – Ironie aus.

Genau so geschieht es mit Gesetzen: was nutzt die großzügigste Absichtserklärung im Gesetzestext, wenn die Ausführungsbestimmungen letztendlich etwas anderes verlangen. Oder die jetzige Koalitionsvereinbarung: Die Grundrente soll „die Lebensleistung“ anerkennen, tut es aber nicht, da im nächsten Satz die Bedürftigkeit (also nur Grundsicherungsbezieher, was mit harten Kriterien verknüpft ist) zur Voraussetzung erklärt wird (Seite 91). So geht Symbolpolitik.

Und beim Migrationspakt zeigt sich die Heuchelei der angeblichen Unverbindlichkeit sofort daran, dass kurz nach der Unterzeichnung bereits von den Grünen Forderungen daraus abgeleitet wurden. Er entfaltet also bereits seine politische Wirkung.

Zurück zum Migrationspakt: So wird ein soft law schnell zu hard law. Deshalb ist der Pakt abzulehnen. Und die Sozialstandards in den Auswanderungsländern werden sich ganz bestimmt durch solch einen Pakt nicht verbessern – da sind ganz andere Zwänge und Interessen am Werk.

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