Heimat

Bild von Jörg Phil Friedrich

 

Die Menschen in Hoyerswerda und der ganzen Lausitz wissen, dass sie der Berliner Politik nichts bedeuten. Ihre Heimat wird dem Klimaglauben geopfert.“

so schrieb der sächsische AfD-Spitzenkandidat für die Europawahl, Dr. Maximilian Krah, auf seiner Facebookseite.

Ich kommentierte das ganz spontan, ohne groß nachzudenken, mit

Die Heimat wird weggebaggert.

Nachdem mir dann noch von einem Kommentator vorgehalten wurde, ich hätte doch sonst auch nicht viel mit Begriffen wie „Heimat und Bewahren“ im Sinn, antwortet ich

Wie kommen Sie denn darauf, dass ich meine Heimat nicht bewahren möchte?

was für allgemeine Erheiterung sorgte.

Das machte mich dann allerdings nachdenklich, da ich mich durchaus als heimatverbundenen Rheinländer und Eifeler empfinde, auch wenn mir jegliche Deutschtümelei komplett abgeht.

Was ist also meine Heimat und was möchte ich davon bewahren?

Heimatrecht?

Da die Kolumne sich ja hier überwiegend mit Rechtsthemen beschäftigt, suchte ich erst nach dem Begriff der Heimat in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgericht.

Und siehe da, der Begriff tauchte in einer Entscheidung zum Braunkohleabbau in meiner Heimat auf. Garzweiler dürfte in der gesamten Republik ein Begriff sein. Nicht nur in der Lausitz werden gewachsene Orte zertsört.  Und da stellt das Gericht ziemlich klar fest:

Ein eigenständiges Recht auf Heimat im Sinne des mit dem gewählten Wohnsitz dauerhaft verbundenen städtebaulichen und sozialen Umfelds (in diese Richtung Baer, NVwZ 1997, S. 27 <30 ff.>; Pernice, in: Dreier, GG, Bd. I, 2. Aufl. 2004, Art. 11 Rn. 17) gewährleistet Art. 11 Abs. 1 GG nicht.

Das Grundgesetz selbst kennt kein Recht auf Heimat. Das bedeutet nun aber nicht, dass es keine Heimat gäbe oder dass man die nicht bewahren dürfte. Und das ist auch mehr als ein städtebauliches und soziales Umfeld.

Heimatkunde

In meiner Volksschulzeit (für die Jüngeren, so hießen früher mal die Grundschulen) hatten wir ein eigenes Fach „Heimatkunde“. Das war so eine Art Erdkunde für die nähere Umgebung. Wir lernten viel über unsere Heimatstadt, die umliegenden Orte, die Flüsse und Bäche, Berge und Täler (okay, so richtig hohe Berge gibt‘s hier nicht), aber auch über die Geschichte, die Industrie, die Bodenschätze und über die lokalen Bräuche. So lernten wir unsere Stadthymne „Öskerche,Öskerche, Heimatstädtche fein“ genauso wie Martinslieder, Weihnachtslieder usw. im örtlichen Dialekt, obwohl man im übrigen Unterricht angehalten wurde „richtig“ zu sprechen, was den meisten Dorfkindern und einigen Stadtkindern erst nach einiger Zeit gelang.

Wenn die Kölner Band  Brings singt,

Denn ich ben nur ne Kölsche Jung

un mie Hätz, dat litt mer op d’r Zung

Op d’r Stross han ich ming Sprooch jeliehrt

und jedes Wort wie tättowiert

op minger Zung

ich ben ne Kölsche Jung

(Übersetzung: Denn ich bin nur ein Kölscher Junge

und mein Herz, das liegt mir auf der Zunge,

Auf der Straße hab ich meine Sprache gelernt

und jedes Wort wie tättowiert

auf meiner Zunge )

dann trifft es das ganz genau. Hier kann ich auch heute noch im Ortsdialekt sprechen und werde verstanden, während man in anderen Regionen Deutschlands mutmaßt, ich käme aus Holland oder Schweden. Im eigenen Dialekt fühlt man sich zu Hause.

Und ich vermute, dass Heimat sehr viel mehr mit Sprache, Gefühl und Erinnerung und weniger mit der Wohnumgebung zu tun hat. Mein Heimatstädtchen ist lange nicht so „fein“, wie es die Ortshymne besingt, aber es ist halt das Heimatstädtchen meiner Kindheit und Jugend. In den vergangenen Jahrzehnten hat der Ort sich sehr verändert. Er wurde größer, moderner und verlor zu meinem großen Bedauern einige seiner alten historischen Gebäude zugunsten von Stahlbetonklötzen. Trotzdem ist er Teil meiner Heimat geblieben.

Ich kann sehr gut die Menschen verstehen, die sich gegen einen – mittlerweile nur noch dem Profit der Stromkonzerne und nicht mehr dem Gemeinwohl dienenden – Tagebau wenden, der sich von Dorf zu Dorf frisst und den gigantischen Schaufelradbaggern all die Orte opfert, die die Heimat dieser Menschen waren.

Heimaterinnerungen

Heimat ist eben auch Ort von Erinnerungen. Die Parkbank, auf der man seine erste Zigarette geraucht hat. Das Kino in dem man zum ersten Mal geknutscht hat, die Kneipe, in der man das erste Kölsch vom Fass getrunken hat – natürlich bevor man es durfte. Es ist der Bach in den man mit dem Schlitten gelandet und sickenass geworden ist. Keiner von den genannten Orten existiert hier in Euskirchen heute noch in der Realität, aber in meiner Erinnerung sind sie unsterblich und eben Teil meiner Heimat.

Ja, diese Heimat ist mir was wert. Und deshalb sehe ich auch nicht ein, warum ich so tun soll, als sei mir diese Heimat nicht bewahrenswert, nur weil irgendwelche Clowns meinen, die Heimat sei etwas, was in erster Linie dazu dient, andere Menschen von ihr auszuschließen. Denn darum geht es denjenigen, die von einem Recht auf Heimat reden, in erster Linie. Googeln Sie mal spaßeshalber „Recht auf Heimat“ und gucken sich an, was da für ein Suchergebnis kommt. Da tummeln sich Reichsbürger, Identitäre und sonstige Heimattümler, die meinen, Heimat sei etwas, was man gegen Fremde isn Feld führen und  bis aufs Blut verteidigen müsse. Gerade im Rheinland kann ich über so einen Quatsch nur herzlich lachen.

In meiner Kindheit gab es hier in meiner Heimatstadt eine große Glasfabrik, die ganz gezielt Arbeitskräfte aus Portugal anwarb. Das hatte zur Folge, dass es plötzlich jede Menge Portugiesen in der Stadt gab, die sich über die Jahre hier fest etablierten, Häuser bauten und Familien gründeten. Es gab eine ganze Schulklasse, die nur aus Kindern mit portugiesischen Kindern bestand. Die hatten halt neben Deutsch auch noch Portugisischunterricht Und, gab es mit denen Probleme? Nö, gab es nicht. Und sie trugen auch dazu bei, die Heimat mit ihrer Arbeit am Leben zu erhalten. Es gab Sportvereine, Kulturclubs usw., ohne dass das irgendwem geschadet hätte. Einer dieser Portugiesen aus Euskirchen ist übrigens heute ein deutscher Anwalt und wütet seltsamerweise in den sozialen Netzwerken mit geändertem Nachnamen gegen Muslime und sieht in jeder Straftat, die von einem Muslim verübt wird, ein kulturelles Problem. Muss man nicht verstehen. Gerade der müsste doch kapiert haben, wie einfach es sein kann, eine neue Heimat zu finden, ohne die alte Erinnerungsheimat aufgeben zu müssen.

Das Rheinland war immer Einwanderungsland und wie ein kluger Mensch schrieb, „ohne die Römer würden die Germanen heute noch hinter dem Baum scheißen“. Immer wieder kamen hier Menschen aus aller Welt hin und  integrierten sich. Ob das nach dem Krieg Vertriebene oder später die sogenannten Gastarbeiter waren, alles kein Problem. Das Rheinland ist bunt und weltoffen und gerade, weil das so ist, ist es meine Heimat.

Heimatmenschen

Heute kommen Menschen aus anderen Teile der Welt, als Flüchtlinge, als Asylbewerber. Sie fliehen wegen Verfolgung oder einfach, weil sie in ihren Ursprungsländern keine Perspektive sehen. Ich kann das niemandem verübeln. Aber auch die wurden hier vor Ort von der Mehrheit der Bevölkerung mit offenen Armen empfangen. Sie bekamen Kleidung, Hilfe beim Deutsch lernen, feierten mit Karneval und lernten hier zurechtzukommen. Leider müssen diese Menschen aber auch erfahren, dass es andere Menschen gibt, die ihnen alleine aufgrund ihrer anderen Hautfarbe oder Religion feindselig begegnen. Ich habe einen Mandanten, einen sehr lieben Menschen aus Afrika, der alle naselang von der Polizei kontrolliert und teilweise sehr rüde angegangen wird, ohne dass es dafür irgendeinen Grund gäbe, außer einem gewissen Rassismus bei bestimmten Polizisten. Dem auch ein Mitarbeiter des Ausländeramts jeden Stein in den Weg legt, den es irgendwo ausbuddeln kann und der oft genug weinend bei mir gesessen hat, weil er nicht versteht, weshalb er so mies behandelt wird. Auf der anderen Seite gibt es aber eben auch viele Menschen, die ihn unterstützen, ihn mal in den Arm nehmen, sich für ihn einsetzen und ihm Mut machen. Diese Menschen sind auch meine Heimat.

Rechtliche Heimat

Neben den Orten, den Menschen, den Liedern, der Sprache und den Erinnerungen, gehört aber auch der rechtliche Rahmen zu meiner Heimat. Klingt seltsam? Ist es aber nicht. Ja, ich bin immer noch davon begeistert, dass ich in einem Land leben darf, dessen rechtliche Grundlagen das wunderbare Grundgesetz liefert. Das die Menschenrechte, die Menschenwürde als unantastbare Basis garantiert, die eben nicht daran gebunden sind, dass man „von hier“ ist. Eine Verfassung die ganz zwingend zum Antidiskriminierungsgesetz geführt hat.

Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

Achten Sie einmal darauf und Sie werden feststellen, dass all denen, die so gerne vom Schutz der Heimat schwafeln, dieses Gesetz ein Dorn im Auge ist. Die meinen mit Heimat „Germany first“.

Das sollte aber kein Grund sein, den Begriff der Heimat diesen reaktionären Figuren zu überlassen, es sollte vielmehr ein Grund sein, sich dafür einzusetzen, dass der von den Nationalsozialisten als Begründung für die Vernichtung von Millionen Menschen missbrauchte Begriff, wieder eine ganz andere, positive Bedeutung erhält, nämlich die von einem Ort, an dem jeder sich wohlfühlen, einfach heimisch fühlen kann . Kein Begriff der Ausgrenzung, sondern einer des Zusammenhalts.

Ein Lied der Bläck Fööss, das für mich auch viel über meine Heimat aussagt, ist der „Kölsche Stammbaum“. Und da heißt es im Refrain

Su simmer all he hinjekumme,

mir sprechen hück all dieselve Sproch.

Mir han dodurch su vill jewonne.

Mir sin wie mer sin, mir Jecke am Rhing.

Dat es jet ,wo mer stolz drop sin.

(Übersetzung:

So sind wir alle hierher gekommen,

wir sprechen heute alle dieselbe Sprache

Wir haben dadurch soviel gewonnen.

Wir sind wie wir sind, wir Jecke am Rhein.

Das ist es etwas, worauf wir Stolz sind.

Ja, wir sind nicht stolz darauf deutsch zu sein, da kann nämlich niemand etwas für, aber wir sind stolz so zu sein, wie wir sind. Wer uns Böses will nennt uns verächtlich Buntmenschen oder Gutmenschen, aber damit kann ich leben. Ich habe auch  keine Angst davor, dass fremde Menschen, die in meine Heimat kommen, mir diese Heimat wegnehmen können. Wie sollte das auch gehen? Wer davor Angst hat, den mangelt es an Selbstbewusstsein. Aber ich habe schon etwas Angst davor, dass andere Menschen, mit einem eher ungesunden, ausgrenzenden Heimatbegriff, versuchen werden, diese Menschen wieder zu vertreiben, um eine ethnisch „reine“ Heimat zu installieren. Das wäre dann aber eben gerade nicht mehr meine Heimat. Und die will ich bewahren.

31 comments
Mighty Quinn

… nun, werter Hr. Schmitz, Heimat ist zuerst Vaterland.

… Ihren Hinweis, es gibt kein Recht auf Heimat, kann ich nicht nachvollziehen. Ihr Beispiel – darin meint das Bundesverfassungsgericht nicht mehr als, wie es selber schreibt, dass das *Grundrecht auf Freizügigkeit* im Sinne des mit dem gewählten Wohnsitz dauerhaft verbundenen städtebaulichen und sozialen Umfelds, eingeschränkt ist. Mehr nicht. Das hat nix mit Heimat am Hut und ist DAHER! neben der Sache.

Die Heimat finden Sie, u.a., in der Präambel im Grundgesetz:

*Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, … hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.
Die Deutschen in den Ländern …

Damit gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk.* [sic!]

Oder Sie finden Heimat bei Henrich Heine:

Ich hatte einst ein schönes Vaterland

Ich hatte einst ein schönes Vaterland.
Der Eichenbaum
wuchs dort so hoch, die Veilchen nickten sanft –
es war ein Traum.

Das küßte mich auf deutsch und sprach auf deutsch
(man glaubt es kaum,
wie gut es klang) das Wort: „Ich liebe dich“ –
es war ein Traum.

… und er anderswo weiter: *Ich liebe sogar im Grunde das Deutsche mehr als alles auf der Welt, ich habe meine Lust und Freude dran, und meine Brust ist ein Archiv deutschen Gefühls.*

… und wenn Sie hier wieder verlinken zulassen, gäbe ich Ihnen noch ein paar Beispiele schöner deutscher Heimatlieder. Volkslieder. Kein rheinländisches Saufgegröle. Versprochen.

    kf buck

    Wie sagte schon Claudia Roth, die Göttin der Grünen:

    „Deutsche sind Nicht-Migraten, mehr nicht“ …..

    Und Habeck sagte sinngemäß: „Es gibt kein Volk, und es gibt deswegen auch keinen Verrat am Volk. Sondern das ist ein böser Satz, um Menschen auszugrenzen und zu stigmatisieren.“

    Laut der marxistischen UN sind wir ein „Siedlungsgebiet“….Heimat und Volk war gestern.

    Kaddl

    @Mighty Quinn, tun Sie sich doch mal selbst den Gefallen & versuchen Gelesenes zu verstehen.

    Um diesen Heimat = Vaterland Murks geht es hier eben nicht! Das wurde in der Kolumne mehrmals verdeutlicht.

    Wegen Amöbenhirnen wie Ihnen ist das Wort „Heimat“ doch erst so verkommen.

      Mighty Quinn

      … nun werte/r Kaddl, man braucht bei den Sozialisten nicht lange warten. Sie offenbaren sich recht schnell selber; die Degradierung andersdenkeder als Ungeziefer oder als zu ‚Behandelnde‘, H.S..

      Das hat seit ’33 sozialistische Tradition in Deutschland. Folgen tut dann die Vernichtung andersdenkender … q.e.d..

        Kaddl

        Ach Gottchen, Mighty Quinn. Fertig mit heulen und Unwahrheiten und Diffamation?

        Ihte kruden Antworten kaschieren immer weniger Ihr Unverständnis.

        Tut es nicht allmählich weh, immer so unsubstantiiert zu wettern?

          Mighty Quinn

          … im Gegenteil, sehr wohl substantiiert, werte/r Kaddl, mit etwa 150’000’00 ermordete Menschen allein im vergangenen Jahrhundert; und es tut mir gut, Sozialisten als schäbige Mörderbande – was sie in der Historie schon immer waren – zu entlarven.

          Mighty Quinn

          Korrektur: 150’000’00 ermordete Menschen > 150’000’000 ermordete Menschen, EINHUNDERTundFÜNFZIG MILLIONEN ermordete Menschen.

Heinrich Schmitz

Wo lesen Sie „Heimat“ in der Präambel?

    Mighty Quinn

    … bei den *Deutschen in den Länder* ff, lese ich Heimat. Vaterland. Staatsgebiet. Staatsterritorium. Land. Das ist eben dem Staatsvolk und der Staatsgewalt eines der drei Elemente eines Staates im völkerrechtlichen Sinne.

      Heinrich Schmitz

      Wenn Sie Dinge lesen, die nicht da stehen, dann sollten Sie das behandeln lassen. In der Kolumne geht es nicht um den Staat, sondern um die Heimat.

        Mighty Quinn

        … der Rechtsstaat wird/ist von Grenzen, Religion, Kultur, Historie – das ist Heimat – und einer sich von freien und mündigen Staatsbürgern gegebenen Rechtsordnung – nicht von einer Ideologie – bestimmt. Wollen Sie das bestreiten?

        Übrigens vielen Dank, werter H.S., eine jahrelange Behandlung durch Ihre Gesinnungsgenossen, hat bei mir nix bewirkt. Ich war und bin völlig normal. Das habe ich mit Rehabilitationsschreiben sogar schriftlich. Haben Sie so etwas auch?

Uwe Fischer

Ich habe Heimat gleich doppelt. Eine alte, in der ich geboren und aufgewachsen bin und eine neue, in der ich jetzt lebe. Das werden die User, die hier lediglich hinter Fantasynamen versteckt ihre Merkwürdigkeiten verbreiten, bestimmt akzeptieren – beide „Heimaten“ liegen nämlich in Deutschland. Gerade noch aushalten könnten sie es, läge meine zweite Heimat in einem anderen Land.
Aber umgekehrt darf natürlich kein Mensch aus einem anderen Kulturkreis Deutschland als seine Heimat bezeichnen, dieses Land gehört nur „uns“ Deutschen (sollte ein Deutscher nicht auch mit einem deutschen Nickname im Internet unterwegs sein – so viel Heimatliebe sollte man schon noch erwarten dürfen).

    Mighty Quinn

    … tja, das gibt es in der Tat. Manche sind gleicher und haben 2. Heimat. Claudia Roth, zum Beispiel, in einem Fernsehinterview beim Ball des Sports in Frankfurt am 3. Februar 2007 bei Spiegel-TV:

    ‚Türkei ist für mich zweite Heimat. Ich mache seit 20 Jahren Türkeipolitik, das ist viele Jahre. Und ich liebe die Menschen in der Türkei. Und ich liebe die Konflikte in der Türkei, es gibt immer wieder Probleme, immer wieder Konflikte. Mir gefällt in der Türkei Sonne, Mond und Sterne, mir gefällt, Wasser, Wind. Mir gefallen die Meze, mir gefallen Kichererbsenpüree, mir gefallen Börek. Ich kann gute Börek machen.‘

    … nur zu, werte C.R., güle, güle!

    Als eine verantwortliche Politikerin in Deutschland, halte ich C.R.s ‚Politik‘, u.a., hinsichtlich ‚Schengen und Art. 16.a GG‘, für grundgesetzwidrig und somit strafrechtlich relevant. (Unabhängig vom völkerrechtswidrigen Angriffs-Krieg und Kriegsbeteiligungen der Grünen, in Kumpanei mit den sozialdemokratischen Gesinnungsgenossen, u.a. im ehemaligen Jugoslawien 1999.)

Uwe Fischer

Immerhin traut sich Claudia Roth, ihre Meinung unter der eigenen Identität zu verbreiten statt sich hinter undeutschen Pseudonymen zu verstecken.

    Mighty Quinn

    … zunächst, werter Uwe Fischer, Klarnamen sind als Kommentar/Beitrag, wie auch immer, in diesem Blog keine Bedingung. Selbst das soz. Wikipedia empfiehlt aus Datenschutzgründen im Netz ausdrücklich ein Nickname.

    Mir geht es um Inhalte und nicht um die Verfolgung Andersdenkender.

    … woher soll ich im Übrigen wissen, ob Sie, zum Beispiel, in Wirklichkeit nicht ‚Cindy aus Marzahn‘ sind?

    … und das Claudia Roth sich bei den von ihr mitgetragenen (bis zu einem Urteil mutmaßlichen) Rechtsverletzungen, Rechtsbeugungen, wie auch immer, auch dreist selber beim Namen nennt, beweist, dass die ‚BRD‘ eben keine Demokratie, kein Rechtsstaat in diesem Sinne ist.

      Fred Groeger

      Wenn du wirklich „Mighty Quinn“ bist, bist du dann nicht ein masseneingewanderter Klimaflüchtling aus der Arktis?

        kf buck

        Mit dem „Migrationspakt“, der jetzt ja rechtsverbindlich sein soll, darf jeder nach Deutschland kommen.

        Ist keine Problem, da ja die SPD regiert und die kann ökonomische Gesetze aushebeln: Es wird niemandem etwas weggenommen. Der Staat hat gut gewirtschaftet. Je mehr Menschen von einem Kuch essen, desto grösser sind die einzelnen Stücke.

        Solidarität !!

Olli

Ein halbeleganter Schwenk zur mehr physischen Heimat.
Heinrich Schmitz, was halten Sie als profunder Kenner von Grundgesetz und Menschenrechten von dieser Initiative:
https://www.openpetition.de/petition/online/artenschutz-ins-grundgesetz-biodiversitaet-und-oekosystemleistungen-erhalten

Artenschutz ist gewiss mehrheitsfähig. Ich weis aber weder, ob es eine gute Idee ist, den wie vorgeschlagen in das GG zu integrieren, noch ob da ggf. der Weg über die direkte formale Petition (auch da kann jeder, der mag, online mitzeichnen) an den Bundestag besser gewesen wäre.

Fred Groeger

Liebe „DieKolumnisten“:

Ich weiß, das ist ganz schwer, mit einer Kommentarspalte umzugehen. Und gerade für Herrn Sören Heim und Herrn Jörg Friedrich ist es ja ganz besonders wichtig, dass man „wertvolle Leser“ nicht verärgert.

ABER:

„KF Buck“ alias Karl-Friedrich Buck hat hier, in dieser Kommentarspalte, mal wieder ein FALSCHES ZITAT VON CLAUDIA ROTH verbreitet.

Er schrieb am 30. März 2019 um 8:14 Uhr:

[„Wie sagte schon Claudia Roth, die Göttin der Grünen:

„Deutsche sind Nicht-Migraten, mehr nicht“ …..

Und Habeck sagte sinngemäß: „Es gibt kein Volk, und es gibt deswegen auch keinen Verrat am Volk. Sondern das ist ein böser Satz, um Menschen auszugrenzen und zu stigmatisieren.“

Laut der marxistischen UN sind wir ein „Siedlungsgebiet“….Heimat und Volk war gestern.“]

Abgesehen vom restlichen Geschwafel, GIBT ES KEINE QUELLE FÜR DIESES ZITAT VON CLAUDIA ROTH.

Eventuell könntet Ihr ja doch endlich mal darauf kommen, dass man KF Bucks falsche und oft verleumderische Kommentare löscht, seine E-Mail-Adresse ganz sperrt.

Ihr ruiniert euch die Seite mit mangelnder Moderation selbst.

Es ist keine Schande, in der Kommentarspalte aufzuräumen, damit sie kein Laufstall für die Verbreitung von Lügen wird.

    kf buck

    Es geht hier nicht um Wortklauberei, es geht um „deutschlandfeindliche“ Politik der Grünen. Die ist klar und deutlich.

    Habeck ist ein „Volksleugner“ = einer, der die Existenz des deutschen Volkes leugnet. Also ähnlich einem „Klimaleugner“ oder noch besser: „Holocoustleugner“.

    Die Grünen folgen der „One-World-ideologie“….eine Welt-Staat, Neue Welt-Ordnung, eine Welt-Währung.

    Globalisten halt. Wie Merkel, May und Obama/Clinton.

    Es läuft halt gerade schlecht für die NWO. Das müsst Ihr sportlich nehmen, Jungs.

    PS: Warum sind hier keine Kolumnist*Innen? Quote?

      Fred Groeger

      Sie verbreiten falsche Zitate, Buck. Und Ihre Fehlinterpretation von Habeck interessiert mich überhaupt nicht.

      Den Volksbegriff, den Sie gerne hätten, gibt es bei Deutschen nicht.

      Wenn Sie über Ihre Vorstellung vom „deutschen Volk“ reden wollen, gehen Sie auf eine Seite der NPD oder von anderen Neonazis.

      Aber hören Sie auf hier ständig Ihren Stuss runterzurotzen.

        kf buck

        Nicht in diesem Ton, Bürschlein.

        Wärst du brav und anständig, würde ich darüber nachdenken.

        Aber diese pöbelhafte Art, ne. Geht gar nicht.

        Hier geht’s zu wie im Islam: „Ungläubige“ haben immer alles falsch verstanden, aus dem Zusammenhang gerissen oder die falsche Koranübersetzung. „Tötet alle Ungläubigen“, was ist daran falsch zu verstehen?

          Fred Groeger

          Ich schreibe es noch einmal:

          Sie haben Claudia Roth ein falsches Zitat unterstellt. Es gibt kein Zitat von Claudia Roth betreffs „Deutsche sind nur Nicht-Migranten“.

          Sie haben dieses Zitat aus irgendeiner Ihrer rechtsextremen Schwurbelblasen, es gibt aber keinerlei zitierfähige Quelle.

          Unterlassen Sie es gefälligst, falsche Zitate zu verbreiten, Karl Friedrich Buck.

          Und „DieKolumnisten“ sollten Sie schon wegen dieser bewussten Verbreitung von falschen Zitaten von der Seite aussperren.

          Eventuell kommen sie ja noch drauf.

        kf buck

        KF Buck ist ein soziales Konstrukt….lol

Horst Freiling

Ja, ja, für „Vater“land und Volk, ein buntes Sträuß´chen im Flintenlauf und ein fröhliches Lied auf den Lippen wie viel Spaß der Waffengang mit dem Franzos oder anderen doch macht.
Dumm nur wenn es dann die eigenen Gedärme zerfetzt, es Arme oder Beine kostet, die eigene Heimat verwüstet nachdem man fremde Heimat in Schutt und Asche gelegt hat – wofür noch mal?
Ach ja, Volk und Vaterland, Führer, Religion und Ehre. Dummerweise fehlen in dieser Aufzählung immer die wahren Profiteure für die die „vater“landstreuen Gesellen als Bauernopfer zum Schlachten ausziehen – macht- und geldgeile Eliten aus Wirtschaft und Politik.

Nur dafür machen „Vater“land und die entsprechend pervertierte „Liebe“ Sinn. Für das friedliche Zusammenleben tut es Heimat allemal.
Ein Europa, eine Welt der Regionen und der schwachsinnig tödliche, völkische Nationalismus hätte ein Ende.

    kf buck

    Horst:

    „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es der Nachbar nicht will.“

    Die Linken haben ein Lieblingsthema: Die Nazis und der 2.Weltkrieg. Das muss unbedingt verhindert werden. Das kann man am besten verhindern, indem man die „Nationalstaaten“ abschafft und ein neues „Europa“ baut. Man gibt den Europäern eine neue Identität und dann werden sie schon keinen Krieg mehr gegeneinander führen.

    Und wir haben den Wohlfahrtsstaat. Jeder kann kommen. Asylbewerber, Wirtschaftsflüchtlinge, Glücksritter…wirklich jeder. Weil die Sozialleistungen in Deutschland die höchsten der Welt sind. Da sind wir stolz drauf. Weil wir aber ökonomische Analphabeten sind, bedenken wir nicht, dass soviel Gutes die falschen Leute anzieht. Nämlich die Leute, die sich versorgen lassen wollen.

    Muslime kommen gerne nach Europa. Der Kontinent der Ungläubigen. Besonders gerne kommen sie nach Deutschland. Da gibt es ein „Flüchtlingsgehalt“ und man muss nicht arbeiten. Und man bekommt Prämien fürs Kindermachen. Die Ungläubigen zahlen es ja. Schön blöd die Ungläubigen. Aber das darf man ihnen natürlich nicht so sagen. Sonst verlieren sie die Lust am arbeiten.

    Inzwischen leben rund 20 MIO Muslime bei uns. Unsere Toleranz verstehen sie als Schwäche. Muslimische Schüler verlangen, am Freitag freigestellt zu werden, um in die Moschee zu gehen. Alternativ möchte er einen Gebetsraum. Zuwanderer stellen Forderungen, wir kuschen.

    In 5 Jahren haben wir in Deutschland als Einheimische gar nichts mehr zu sagen. Die gewalttätigere Gruppe wird sich durchsetzen. Der Staat hat den Kampf gegen Clan-Kriminalität schon längst verloren. In Berlin-Neukölln rühmt man sich, dass man „Nadelstiche“ versetzt habe.

    Richter, Staatswanwälte werden bedroht. Zeugen vergessen auf einmal, was sie aussagen wollten. „Ich weiss, wo Dein Haus wohnt“ ist ein beliebter Hinweis, um den Richter milde zu stimmen.

    Wir werden Zustände wie im Libanon bekommen. Die gefühlsbesoffenen Gutmenschen glauben das zwar nicht, aber man muss nur 1+1 zusammenzählen. In der Berliner Polizeischule wollen Türken/Araber Polizist werden. Die können aber leider kein richtiges deutsch. Und haben noch sonstige Probleme. Macht nichts, Sozialarbeiter werden helfen.

    Also, macht Euch auf eine spannende Zukunft in Deutschland gefasst.

    Wie sagte die weise Katrin Göring-Eckhart: „Ohne Islam wäre es langweilig in Deutschland.“

    Na dann….

ein anderer Stefan

„Heimat“ ist für mich ein Begriff aus dem Kitschkino der 50er Jahre, garniert mit Alpenjodeln, feschen Burschen mit strammen Waden und schmachtenden Mädchen. Das krampfige Beschwören einer heilen Welt, die es so nur als Phantasie gibt und gab, das Utopia der Kleingeister, die alles fremde nicht anders als als Bedrohung wahrnehmen können. Die Wirklichkeit sah auch schon früher nicht so plüschig aus.

Und „Volk“ oder gar „Staatsvolk“? Die nächste Utopie. Ein homogenes deutsches Volk gab es nie, mal abgesehen von der Unmöglichkeit, den Begriff Volk oder Deutsch wirklich und abschließend, allgemeinverbindlich zu definieren. Und was bitte soll ein Staatsvolk sein? Ein Staat hat Bürger, und jeder Bürger ist Teil des Staates. Aber deswegen bleiben es individuelle Bürger und werden nicht zu einem Kollektiv, die Zugehörigkeit zu einem Staat definiert sich heutzutage an einem rechtlichen Status, nichts weiter.

All das – Heimat und Volk – sind ausschließlich Begriffe, die dazu dienen, den jeweils anderen, fremden auszugrenzen. Wenn jemand einen Ort als Heimat definiert, grenzt er damit nolens volens all jene aus, die dort nicht sind, dort nicht herkommen, dort „nichts zu suchen“ haben. Und wer vom deutschen Volk schwadroniert, meint damit sicher diejenigen, deren Stammbaum im eigenen Dorf 400 Jahre zurückreicht – und nicht all die, die in letzten 150 Jahren ihren Ort verlassen haben. Auch das ist wiederum nur ein Instrument der Ausgrenzung.

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